Kräuter: grüne Vitaminpower mit Geschmack

Die grünen Farbtupfer frischer Kräuter lassen jedes Essen besonders dekorativ und appetitlich aussehen. Zugleich verleihen sie Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack und helfen, Salz zu sparen. Doch die leckeren Grünlinge haben es auch in sich: In ihnen stecken zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Streuen Sie sich doch einfach ein paar zusätzliche Nährstoffe ins Essen. Wir sagen Ihnen, welche unserer heimischen Wild- und Gartenkräuter aus dem Supermarkt mit welchen Inhaltsstoffen punkten. Lesen Sie auch, wie die Kräuter schmecken und wozu sie pass

Was Kräuter so wertvoll macht

Kräuter sind konzentrierte Kraftpakete. Viele enthalten große Mengen an Vitamin C oder Vitamin A. Petersilie beispielsweise übertrumpft mit ihrem Vitamin C-Gehalt sogar Orangen und Paprika als bewährte Vitamin C-Spender. Schon 70 g Löwenzahnblätter decken den Tagesbedarf an Vitamin A. Zudem stecken in den grünen Pflanzen zahlreiche verschiedene Mineralstoffe. 100 g Petersilie liefern ein Viertel des Tagesbedarfs an Eisen.

Auch wenn wir normalerweise nicht so große Mengen an Kräutern essen, eignen sich die frischen Delikatessen zumindest, um unsere Speisen mit ein paar zusätzlichen Nährstoffen anzureichern.

Frische Kräuter enthalten auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Häufig sind diese auch für die Heilwirkungen verantwortlich, die den Pflanzen traditionell zugeschrieben werden. Bitterstoffe sollen den Appetit anregen und die Produktion von Verdauungssäften fördern. Schleimstoffe wirken angeblich reizlindernd und entzündungshemmend. Gerbstoffe gelten als desinfizierend und Schleimhaut schützend. Senföle und Sulfide sollen das Wachstum von Bakterien und Viren blockieren. Ätherische Öle helfen nicht nur bei Erkältungen und Magen-Darm-Problemen, sondern sorgen auch für Geschmack und Geruch der Kräuter.

Einige ausgewählte Nährstoffgehalte von Kräutern

Kräuter (100g) Vitamin A (µg) Vitamin C (mg) Eisen (mg) Calcium (mg)
Petersilie 870 160 3,6 180
Schnittlauch 50 45 1,9 130
Sauerampfer 583 115 2,1 58
Gartenkresse 368 60 2,9 215
Löwenzahn 1300 70 3,3 165
Brennessel 742 335 4,1 190

Quelle: Souci, Fachmann, Kraut: Lebensmitteltabelle, 2000

Kleine Kräuterkunde

Petersilie
Geschmack: würzig, mit Noten von Sellerie und Muskat, glatte Petersilie schmeckt besonders intensiv

Inhaltsstoffe: enthält Vitamin A und Vitamin C, Vitamin E, Eisen und Calcium

Verwendung: zum Würzen salziger und pikanter Speisen, zu Kartoffeln, Eiern, für Quark, Kräuterbutter, Salate; nicht erhitzen!

Schnittlauch
Geschmack: mild nach Lauch bzw. Zwiebeln

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Calcium

Verwendung: zum Würzen von Salaten, Tomaten, Quark, Eierspeisen, Krabben, Saucen, Suppen

Sauerampfer
Geschmack: sauer, leicht bitter

Inhaltsstoffe: Vitamin A und Vitamin C, Eisen, Gerb- und Bitterstoffe sowie Oxalsäure

Verwendung: roh oder gekocht in Suppen, Salaten, als Gemüsebeilage

Kresse
Geschmack: würzig-scharf

Inhaltsstoffe: Vitamin A und Vitamin C, Eisen und Calcium

Verwendung: vor allem in Salaten, Quark, zu Eiern, Lachs, zum Dekorieren; wird durch Erhitzen bitter

Löwenzahnblätter
Geschmack: scharf-würzig und etwas nussig

Inhaltsstoffe: Vitamin A und Vitamin C, Vitamin E, Eisen und Calcium

Verwendung: junge Blätter in Salaten, auch für Kartoffelsalate und Eiersalate, gedünstet als Gemüse verwendbar

Brennnesseln
Geschmack: kräftig-herb

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin A und Eisen, Calcium

Verwendung: frische Triebe, evtl. blanchiert, im Salat, gedünstet wie Spinat, als Suppe

Kräuterküche: Darauf sollten Sie achten

Wir bieten eine große Palette frischer und tiefgekühlter Kräuter an. Frische Kräuter schmecken unvergleichlich gut, sollten jedoch möglichst schnell verbraucht werden. Kräuter im Topf erfordern etwas Pflege. Mit tiefgekühlten Kräutern kann man jederzeit im Handumdrehen seine Speisen aufpeppen. Durch das professionelle Gefrieren bewahren sie den Großteil des Aromas und der wertvollen Inhaltsstoffe.

Verarbeiten Sie frische Kräuter möglichst bald nach dem Kauf bzw. nach der Ernte. Die Kräuter kurz, aber sorgfältig unter fließendem Wasser waschen. Anschließend vorsichtig mit Küchentuch oder -krepp trockentupfen. Schneiden Sie Kräuter am besten mit Messer oder Schere. Beim Hacken oder Zerkleinern mit der Küchenmaschine werden Pflanzenzellen gequetscht, zu viel Aroma geht verloren.

Die Kräuter sollten möglichst nicht lange kochen, damit Farbe, Aussehen, Aroma und die wertvollen Nährstoffe erhalten bleiben. Am besten gibt man sie erst zum Schluss über das Essen.

Werden nicht alle Kräuter aufgebraucht, kann man sie an einem kühlen Ort in einem Glas Wasser aufbewahren. Auch in ein feuchtes Tuch eingeschlagen oder in einem Folienbeutel halten sie sich einige Tage im Kühlschrank. Viele Kräuter lassen sich einfrieren und so länger lagern. Oder Sie verwenden übriggebliebene Kräuter zur Herstellung von Kräuteröl bzw. Essig.