Honig: Was steckt in dem goldenen Saft?

Honig

Honig gilt als eines der ältesten Lebensmittel. Schon Höhlenmalereien aus der Steinzeit zeigen Menschen, die Honig sammeln. Und die ersten sesshaften Menschen sollen bereits Bienenvölker gehalten haben. Lange Zeit war Honig das einzige Süßungsmittel und entsprechend kostbar. Seit Urzeiten wird Honig auch als Heilmittel und für die Schönheit angewendet. Legendär ist Kleopatras Bad in Milch und Honig. Im Honig stecken neben Zucker geringe Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen.

Faszinierendes Teamwork: Wie Bienen Honig herstellen

Basis für die Honigproduktion ist der Nektar, den die Bienen mit ihrem Rüssel aus den Blüten saugen. Etwa zehn Millionen Blüten muss eine Biene besuchen, um ein Kilo Honig zu erzeugen. Schon auf dem Weg in den Bienenstock entzieht sie dem Nektar Wasser und setzt Enzyme zu.

Zu Hause übergibt sie den verarbeiteten Nektar an die Stockbienen. Diese saugen den Nektar mehrfach in ihre Honigblase und geben ihn wieder ab. Dabei setzen sie wiederum Enzyme zu und entziehen Wasser. Dann wird der eingedickte Saft in Waben gefüllt und mit den Flügeln befächelt, um den Wassergehalt nochmals zu reduzieren. Ist der Honig reif, verschließen die Bienen die Waben mit einem Wachsdeckel.

Wie entsteht eigentlich Tannenhonig?

Tannen und andere Waldbäume haben keine ausgeprägten Blüten, die Insekten anlocken. Wo kommt also Wald- oder Tannenhonig her? Man bezeichnet ihn auch als Honigtau-Honig. Den sogenannten Honigtau erzeugen verschiedene Insekten, die sich vom zuckerhaltigen Saft aus den Siebröhren der Bäume ernähren. Bienen wiederum sammeln den Honigtau und verarbeiten ihn zu Honig. Honigtau-Honige sind also doppelt fermentiert und schmecken deshalb intensiv-würzig.

Wie gewinnt der Imker trachtenreinen Honig?

Neben gemischten Blütenhonigen werden auch trachtenreine Honige wie Rapshonig, Heidehonig oder Akazienhonig angeboten. Doch wie kann man die Sorten einzeln gewinnen? Dabei hilft die sogenannte „Trachtstetigkeit“ der Bienen. Ein Bienenschwarm fliegt solange die gleiche Blüten- oder Honigtau-Sorte an, bis die Quelle erschöpft ist. Um sortenreinen Honig zu bekommen, stellt der Imker den Bienenstock in einem Gebiet auf, in dem die gewünschten Blüten in großer Zahl vorhanden sind. 

Welche Inhaltsstoffe stecken im goldenen Saft?

Wie der Geschmack ahnen lässt, besteht Honig zum größten Teil aus Zucker (ca. 80 %). Der Wassergehalt darf höchstens 20 % betragen, da Honig sonst anfängt zu gären. Auch etwas Vitamin C, B-Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente sind im Honig enthalten. Sie tragen jedoch kaum zur Nährstoffversorgung bei.

Etwa 120 unterschiedliche natürliche Aromastoffe verleihen den Honigen ihren typischen Geruch und Geschmack. 

Woran erkennt man gute Qualität?

Wichtig für gute Honigqualität ist vor allem die schonende Verarbeitung. Nur bei Temperaturen unter 40 °C bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe vollständig erhalten. Heute werden jedoch die meisten Honige kalt geschleudert. Dies ist auch daran zu erkennen, dass der Honig mit der Zeit auskristallisiert. Fructosereiche Honige wie Akazienhonig kristallisieren allerdings erst nach Jahren aus.

Wie gut die Inhaltsstoffe erhalten sind, wird im Labor geprüft. Dort stellt man auch fest, wie sortenrein ein Honig ist.

Heilmittel für Gesundheit und Schönheit

Traditionell wird Honig als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Heiße Milch mit Honig ist als Schlummertrunk beliebt. Spröde Lippen sollen mit Honig geschmeidiger werden und Kleopatras Bad in Milch und Honig soll für schöne Haut sorgen. Die Wirkungen sind zwar nur ansatzweise wissenschaftlich belegt, doch gut tut der lecker-süße Honig in vielerlei Hinsicht – sofern man ihn in Maßen genießt.

Süße Honig-Tipps

Honig sollte nie über 40 °C erhitzt werden, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Geben Sie Honig also erst in den Tee oder die Milch, wenn diese bereits etwas abgekühlt sind.

Mögen Sie lieber flüssigen Honig? Fest gewordener Honig kann im Wasserbad vorsichtig erwärmt werden. Auch hier gilt: Nicht über 40 °C erhitzen.

Vorsicht: Säuglinge und Kleinkinder sollten im ersten Lebensjahr noch keinen Honig essen. Als natürliches, unerhitztes Lebensmittel kann Honig Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Diese sind für Erwachsene unproblematisch. Kleine Kinder, deren Immunsystem noch nicht ausgebildet ist, können daran jedoch erkranken.

Süße Honig-Tipps

Honig sollte nie über 40 °C erhitzt werden, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Geben Sie Honig also erst in den Tee oder die Milch, wenn diese bereits etwas abgekühlt sind.

Mögen Sie lieber flüssigen Honig? Fest gewordener Honig kann im Wasserbad vorsichtig erwärmt werden. Auch hier gilt: Nicht über 40 °C erhitzen.

Vorsicht: Säuglinge und Kleinkinder sollten im ersten Lebensjahr noch keinen Honig essen. Als natürliches, unerhitztes Lebensmittel kann Honig Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Diese sind für Erwachsene unproblematisch. Kleine Kinder, deren Immunsystem noch nicht ausgebildet ist, können daran jedoch erkranken.