Laktoseintoleranz

Laktose-Intoleranz

Die Laktoseintoleranz oder auch Laktoseunverträglichkeit ist eine der häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Aufgrund der fehlenden oder nur sehr geringen Enzym-Aktivität der Laktase (ein Enzym, das die Laktose spaltet) kann der Milchzucker (Laktose) vom Körper nicht oder nicht ausreichend abgebaut werden. Die Ausprägung der Laktose-Intoleranz ist individuell sehr verschieden. Manche vertragen einen gewissen Gehalt an Laktose, andere reagieren schon auf geringste Mengen von Laktose. Die Folgen sind meist Durchfall, Magenbeschwerden und Erbrechen.

Um die Beschwerden zu vermeiden, sollte daher auf laktosehaltige Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte und Käse, den einzigen Nahrungsmitteln, in denen Laktose natürlicherweise vorkommt, verzichtet werden. Außerdem kann Milchzucker in vielen anderen industriell her-gestellten Lebensmitteln enthalten sein.

Laktoseintolerante Personen müssen jedoch nicht gänzlich auf Milch und Milchprodukte verzichten. Grundsätzlich wird von den meisten Betroffenen eine gewisse Menge an Milch, die individuell sehr stark differiert, problemlos vertragen. So bleibt die Mehrzahl der Personen mit einer Laktoseintoleranz unter einer laktosearmen Kost (8-10 g Laktose pro Tag) symptomfrei. Für sehr empfindliche Personen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Laktoseaufnahme auf höchstens 1 g täglich zu begrenzen. Generell gilt, dass der Grad der Beschwerde von entfetteter Milch (Magermilch) zu Vollmilch hin abnimmt. Das Fett der Milch verlängert, genauso wie feste Nahrung, die Durchgangszeit im Magen und verringert dadurch die Unverträglichkeit.

Für Menschen mit einer Laktoseunverträglichkeit wird bereits eine Vielzahl von Produkten angeboten, bei denen der Milchzucker durch eine spezielle Aufbereitung in seine Bestandteile Glukose und Galaktose gespalten worden ist, die auch von laktoseintoleranten Menschen verwertet werden können.

Verzichten Sie auf...

1. Lebensmittel, die Milchzucker enthalten:

  • Milch (ca. 4,8 %), Sauermilchprodukte (3-4 % in der Trockenmasse), Sahne, Trockenmilch, Kaffeeweißer
  • Quark, Frischkäse und andere Käse enthalten Reste von Milchzucker (oft < 0,1 %)
  • Milchschokolade (10 %), Sahnebonbons, Pralinen, Eiscreme (6-7 %), Nougat (25 %) 

2. Nahrungsmittel, die Milchzucker enthalten können: (Bitte beachten sie die Deklaration auf der jeweiligen Verpackung!)

  • Fertigprodukte und andere industriell gefertigte Produkte, wie Instant-Erzeugnisse: Kartoffelpüreepulver, Cremesuppen, Cremes und Soßen
  • verschiedene Wurstwaren
  • Brot- und Backwaren, hergestellt mit Milch, Milchpulver oder Sahne, z. B. verschiedene Knäckebrotsorten, Milchbrötchen, Kuchen.
  • Achtung: auch Tabletten, Dragees oder Kapseln enthalten häufig Lactose (z. B. als Süßstoff)

Erlaubte Lebensmittel

  • Spezielle laktosefreie Milchprodukte wie z. B. Minus L
  • Sojadrinks als Milch- und Joghurtalternative
  • calciumreiche Mineralwässer
  • Gemüsesorten wie roher Weiß- und Grünkohl, Mangold, Kichererbsen
  • Nüsse und Mandeln
  • Kräuter: Gartenkresse, rohes Petersilienblatt, rohen Schnittlauch
  • Samen: Sesam-Samen, Leinsamen 

Übrigens, dem Körper eines Erwachsenen sollten pro Tag mindestens 0,8-1,2 g Calcium zugeführt werden, Kindern, Jugendlichen und Schwangeren entsprechend mehr. Zur Steigerung der Calciumaufnahme sollte auf folgende Nahrungsmittel, die den Calciumräuber Oxalat enthalten, wie Spinat, Rhabarber und Schwarztee in großen Mengen verzichtet werden. Dagegen fördert Vitamin D (in Lebertran, Fisch, Eigelb und Pilzen), welches auch im Körper durch UV-Bestrahlung produziert werden kann, die Calciumaufnahme.

Achten Sie bei real,- auf diese Kennzeichnung am Etikett.