Weihnachtsmenü planen – Tipps für ein entspanntes Fest

Weihnachtsmenü

In der Zeitschrift sah das Menü so schön aus. Der gedeckte Tisch – ein Traum. So perfekt sollte das heimische Weihnachtsessen auch werden. Doch dann sind die teuren Lammfilets trocken geworden und die Soße reicht nicht. Das Geschirr gleicht einem kuriosen Sammelsurium und für eine stimmungsvolle Dekoration blieb keine Zeit mehr. Der Abend ist purer Stress, doch das Ergebnis überzeugt nicht wirklich. Deshalb: Planen Sie dieses Jahr rechtzeitig! Damit das Menü gelingt und der Weihnachtsabend Ihnen und Ihren Gästen richtig Freude macht.

Gäste, Platz und andere Rahmenbedingungen

Noch bevor es an die Menüplanung geht, sollten Sie überlegen, welche Gäste kommen. Wer passt zu wem? Wer hat an welchem Termin Zeit? Auch die Rahmenbedingungen sind wichtig: Wie viele Gäste passen überhaupt an Ihren Tisch? Haben Sie ausreichend Sitzgelegenheiten? Ist Ihre Küche groß genug und entsprechend ausgestattet, um Essen auch für eine größere Gruppe vorzubereiten? Wie sieht es mit Geschirr, Besteck und Gläsern aus? Von wem könnten Sie Dinge leihen, die fehlen? Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie sich mit der Ausrichtung des Essens nicht übernehmen.

Die Auswahl des Menüs

Wenn feststeht, wer kommt, können Sie das Menü planen. Üblich sind Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Doch dieses Grundgerüst lässt sich durch Zwischenspeisen, Suppen, Salate, Käse oder andere Leckereien beliebig erweitern. Gestalten Sie das Menü abwechslungsreich und ausgewogen. Wählen Sie unterschiedliche Zutaten, denn Brokkolisuppe als Vorspeise plus Brokkoli als Beilage zum Hauptgang – das ist einfach langweilig. Setzen Sie verschiedene Zubereitungsarten wie Dünsten, Kochen, Braten und Backen ein. Achten Sie zudem auf Abwechslung in den Farben, damit Ihr Menü auch optisch zum Genuss wird.

Bitte bedenken: Sonderwünsche, Vorbereitung, Kochkünste

Bei der Menüplanung sollten Sie auch die Vorlieben und Abneigungen Ihrer Gäste berücksichtigen. Sind Gäste mit Allergien oder Unverträglichkeiten dabei? Was mögen die Kinder? Möglicherweise müssen Sie dafür Teile des Menüs abwandeln oder Extra-Gerichte einplanen.

Damit Sie am Weihnachtstag nicht in Zeitnot geraten, sollten Sie schon bei der Planung darauf achten, welche Speisen sich gut vorbereiten lassen. Müssen alle Gänge à la minute zubereitet werden, geraten Sie garantiert ins Schwitzen.

Passen Sie die Menüauswahl an Ihre Kochkünste an. Wer sonst nur Standards kocht, sollte zu Weihnachten nicht plötzlich komplizierteste Kreationen zaubern, denn das geht meistens schief. Idealerweise haben Sie die Gerichte bereits vorher ausprobiert.

Mengen kalkulieren: wie viel wovon?

Steht die Menüauswahl, ist Einkaufszettelschreiben angesagt. Dazu müssen Sie Mengen kalkulieren. Für wie viele Personen ist das Rezept und wie viele möchten Sie verköstigen? Haben Sie eher Viel- oder Wenig-Esser am Tisch sitzen? Bei sechs Gängen können die einzelnen Portionen kleiner ausfallen als bei einem Drei-Gänge-Menü.

Einen Anhaltspunkt geben Ihnen die Portionsgrößen im Infokasten. Vergessen Sie dabei nicht, die Abfallmengen einzurechnen. Wenn Sie z. B. Rosenkohl putzen, bleibt oft nur ein Drittel der eingekauften Menge als essbarer Anteil übrig.

Der Einkauf: Vorbestellen nicht vergessen

Der Einkauf braucht etwas Zeit und sollte nicht erst in letzter Minute erfolgen. Achtung: Größere Fleischstücke, Wild, Fisch oder besondere Spezialitäten müssen oft vorbestellt werden. Planen Sie auch ein, dass Sie nicht alle Zutaten auf Anhieb bekommen.

Damit der Einkauf nicht unnötig kompliziert und teuer wird, achten Sie am besten schon bei der Menüauswahl auf Saison und Preise. Frische Erdbeeren oder Spargel sind zu Weihnachten entweder gar nicht oder nur zu hohen Preisen erhältlich. Auch Menüs mit teuren Fleisch- und Fischsorten, Meeresfrüchten oder speziellen Zutaten können ziemlich ins Geld gehen. Wer das bereits bei der Planung bedenkt, muss nicht plötzlich an der Fleischtheke das komplette Menü umschmeißen.

Zeitplanung verhindert Stress

Sie möchten rechtzeitig fertig sein, Stress und Hektik vermeiden? Dann hilft eine gute Zeitplanung. Schreiben Sie alle Aufgaben von der Einladung über die Menüauswahl und den Einkauf bis hin zu den Arbeitsschritten beim Kochen, dem Tischdecken und der Dekoration auf. Auch Zeit zum Umziehen bevor die Gäste kommen, sollte eingeplant werden. Notieren Sie, was bis wann spätestens fertig sein muss. Wie viel Zeit brauchen Sie etwa für die einzelnen Aufgaben? Rechnen Sie dann zurück, wann welche Aufgabe spätestens begonnen werden muss. Planen Sie dabei reichlich Puffer für Unvorhergesehenes ein.

Wenn Sie alles auflisten, werden Sie rechtzeitig merken, wo es wahrscheinlich eng wird. Schauen Sie dann, welche Arbeiten schon im Vorfeld erledigt werden können. Zum Beispiel kann der Tisch auch schon am Morgen gedeckt werden. Wer kann Ihnen eventuell Arbeit abnehmen, z. B. Gemüse putzen oder Servietten falten? Wird alles zu knapp, dann sollten Sie Gänge weglassen, einfachere Gerichte wählen oder solche, die sich frühzeitig vorbereiten lassen.

Improvisieren und locker bleiben

Selbst bei der besten Planung und Vorbereitung kann etwas schiefgehen. Dann denken Sie daran: Bei der Feier und dem Festmahl geht es nicht um Perfektion. Sie möchten vor allem einen schönen, lustigen und entspannten Abend mit Familie und Freunden verleben. Läuft es nicht so wie geplant, dann vermiesen Sie sich und Ihren Gästen nicht den Abend mit Hektik, schlechter Laune und endlosen Entschuldigungen. Einfach locker bleiben, improvisieren und gemeinsam über das Missgeschick lachen.

Mengen: Wie viel benötige ich pro Portion?

Menügang Verwendung Menge
Suppe als Vorspeise 200 - 250 ml
Suppe als Hauptgericht: 400 - 500 ml
Blattsalate als Vorspeise/Beilage 50 - 90 g
Blattsalate als Hauptgericht 150 - 200 g
Rohkostsalate als Vorspeise/Beilage 100 - 150 g
Rohkostsalate als Hauptgericht 300 - 500 g
Gegarte Salate als Beilage 100 - 200 g
Gegarte Salate als Hauptgericht 200 - 300 g
Gemüse als Beilage 150 - 200 g (roh, geputzt)
Gemüse als Hauptgericht 200 - 400 g (roh, geputzt)
Nudeln/Reis als Beilage ca. 60 g (roh)
Nudeln/Reis als Hauptgericht ca. 100 g (roh)
Kartoffeln als Beilage 200 - 250 g (roh)
Kartoffeln als Hauptgericht 300 - 400 g (roh)
Klöße als Beilage 180 - 200 g
Klöße als Hauptgericht 200 - 250 g
Fleisch ohne Knochen   125 - 180 g
Fleisch mit Knochen   150 - 250 g
Hackfleisch   100 - 150 g
Fisch ganz   250 - 300 g
Fischfilet   150 - 200 g
Dessert   125 - 200 g
Käse   ca. 75 g