Wenn Bakterien im Lappen lauern

Gesund bleiben ist manchmal einfacher, als man denkt. Die meisten Menschen meinen, Umweltgifte, Schadstoffe und Zusatzstoffe in Lebensmitteln seien besonders gefährlich für die Gesundheit. Tatsächlich lösen jedoch vor allem Bakterien und Viren Krankheiten aus. Jährlich werden 200.000 Lebensmittelinfektionen gemeldet, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ungefähr ein Drittel der Infektionen geht auf das Konto von Salmonellen. Auch Erkältungserreger werden munter weitergereicht. Sorgfältige persönliche Hygiene sowie hygienische Reinigung in Küche und Bad halten die winzigen Schädlinge in Schach. So lässt sich manche Erkrankung verhindern.
Schwere Zeiten für Bakterien & Co
Mikroorganismen wie Bakterien und Viren gibt es überall. Die meisten sind friedliche Gesellen, viele sogar sehr nützlich. Doch manche richten im menschlichen Körper Schaden an oder ärgern uns zumindest eine Weile. Am wohlsten fühlen Mikroorganismen sich dort, wo es reichlich Nahrung, Wasser und Wärme gibt. Die Küche zum Beispiel ist ein idealer Tummelplatz für Keime aller Art.
Wer verhindern will, dass sich Krankheitserreger ausbreiten, muss ihnen die Lebensgrundlage entziehen. Das geschieht am besten durch Kühlen oder Gefrieren, Trocken halten und regelmäßige Reinigung. Bei Bedarf tötet Abkochen oder Desinfizieren die meisten Keime ab.
Kühlen killt Keime
Je niedriger die Temperatur, desto langsamer wachsen Bakterien. Deshalb gehören empfindliche Lebensmittel immer in den Kühlschrank. Bei Zimmertemperatur vermehren sich Mikroorganismen explosionsartig: Die Keimzahl von Staphylokokken verdoppelt sich in einer halben Stunde.
Im Kühlschrank sollten alle Lebensmittel verpackt oder abgedeckt sein, damit keine Keime auf andere Speisen übertragen werden. Empfindliche Lebensmittel sind an der kühlsten Stelle am besten aufgehoben; das ist normalerweise auf der Glasplatte über dem Gemüsefach.
Keimschleudern: Lappen, Schwämme und Hände
In der Küche, wo mit Lebensmitteln hantiert wird, ist besondere Vorsicht geboten. Alle Geräte, Messer und Unterlagen wie auch die Arbeitsfläche müssen sauber sein. Einmal mit dem Lappen rüberwischen reicht nicht. Wichtig ist eine gründliche Reinigung mit heißem Wasser und Spülmittel. Anschließend gut abtrocknen.
In Handtüchern, Lappen, Schwämmen und Spülbürsten nisten reichlich Bakterien. Sie sollten täglich gewaschen und häufig erneuert werden. Eine wesentliche Bakterienquelle sind die eigenen Hände. Also: Immer wieder Hände waschen.
In Bad und WC alles okay?
Wer glaubt, die Toilette sei der Ort, an dem sich die meisten gefährlichen Erreger tummeln, der irrt. Das Spülbecken in der Küche beherbergt mehr als tausendmal so viele Keime. Dennoch bietet auch das feucht-warme Bad den Bakterien beste Bedingungen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte es gut gelüftet werden. Regelmäßiges Putzen von Waschbecken, Toilette, Dusche und Wanne verringert die Keimzahlen. Türen, Türklinken und Wasserhähne nicht vergessen!
Jedes Haushaltsmitglied sollte ein eigenes Handtuch verwenden, welches nach Gebrauch zum Trocknen aufgehängt wird. Waschlappen sind nicht empfehlenswert. Sie bilden einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. Handtücher und Waschlappen möglichst häufig wechseln und bei mindestens 60°C waschen.
Immer sauber bleiben
Krankheitserreger werden ständig von Mensch zu Mensch weiter getragen. Regelmäßiges gründliches Händewaschen reduziert diese unerwünschten „Geschenke“ an den Nächsten. Auch die Kleidung sollte stets sauber sein. Beim Niesen und Husten die Hand vorhalten oder ein Papiertaschentuch verwenden. Anschließend unbedingt Hände waschen!
Viele konkrete Tipps zur Hygiene im Alltag finden Sie im Beitrag „So haben Krankheitserreger keine Chance“.
Mit all diesen Maßnahmen tragen Sie dazu bei, die Verbreitung von Krankheitserregern zu stoppen. Ihre Gesundheit und Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken.





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