Sport und Bewegung

Frage von Marianne G.

"Ich möchte wissen, wie viele Kalorien ich bei einer Stunde Walken verbrauche?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Wie viele Kalorien Sie beim Walken verbrauchen, hängt von der Intensität Ihrer Laufleistung und von Ihrem Gewicht ab. Hier finden Sie eine kleine Übersicht darüber, wie viele Kalorien Sie durchschnittlich je nach Gewichtsklasse bei 15 Minuten Walken verbrennen:

  55 - 64 kg 65 - 74 kg 75 - 84 kg 85 - 94 kg 94 - 104 kg
Walken - Leicht 62 kcl 73 kcl 84 kcl 96 kcl 108 kcl
Walken - Power 80 kcl 95 kcl 111 kcl 126 kcl 139 kcl

Sollten Sie zwischen 55 und 64 kg wiegen, können Sie davon ausgehen, dass Sie bei einer Stunde Walken rund 250 bis 300 kcal verbrennen.

Tipp: Mit unserem Kalorienrechner können Sie ganz schnell und einfach für verschiedenste Tätigkeiten und Sportarten den Kalorienverbrauch berechnen.

Frage von Herrn G.

"Ich möchte wissen, ob Dehnübungen beim Sport treiben Muskelkater vorbeugen?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Nein, denn Dehnen schützt weder vor Muskelkater noch vor Verletzungen. Das unangenehme Ziepen des Muskelkaters wird durch kleinste Risse in den Muskelfasern verursacht, die der Körper nach ein paar Tagen von selbst wieder repariert. Bei intensivem Dehnen kommt es zu großen Spannungen im Muskel, die dann sogar Muskelkater erst hervorrufen oder verstärken können. Vor allem nach dem Sport ist das oft der Fall. Stretching ist jedoch gut für die Beweglichkeit und als Freizeitsportler kann man damit wenig falsch machen.

Das ist gut für die Muskeln: Egal, ob man joggt, Tennis spielt oder Inlineskates fährt: Das Training sollte erst einmal behutsam starten und am Schluss langsam wieder ausklingen. Aufgewärmte Muskeln können leichter und besser arbeiten, ein paar Minuten Bewegung reichen dafür schon aus. Abrupte Bewegungen sollten vermieden werden – die führen vor allem bei Ungeübten schnell zu den feinen Muskelrissen.

Frage von Herrn P.

"Ist es für Sportler sinnvoll Eiweißdrinks zu trinken?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Um Muskeln aufzubauen, brauchen wir Eiweiß. Viele Sportler versuchen daher, mit Eiweißdrinks oder -pulver nachzuhelfen. Doch das ist nicht notwendig. Als Freizeitsportler kann man seinen Proteinbedarf ausreichend über eine vielseitige Ernährung decken. „Viel hilft viel” gilt hier nicht: Wird täglich mehr als die empfohlene Obergrenze von 1,7 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen, fördert dies nicht den Muskelaufbau. Vielmehr setzt der Organismus den Überschuss zur Energiegewinnung ein oder speichert ihn in Form von Fett. Den optimalen Mix in puncto Muskelaufbau kann man sich ganz leicht auf dem Teller zusammenstellen: Eiweißreiche Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Käse) sollten mit Kohlenhydraten kombiniert werden, die zum Beispiel in Brot, Nudeln oder Müsli enthalten sind. Das entspricht bereits ganz dem Bedarf unseres Körpers.

Frage von Jens K.

„Mir wurde geraten, öfter mal auf einem Pezzi-Ball statt auf einem Stuhl zu sitzen. Ich möchte wissen, wozu das gut sein soll?”

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Pezzi-Bälle sind kräftige Gummibälle, die passend für große und kleine Menschen in unterschiedlichen Größen erhältlich sind. Sie werden vor allem für das Rückentraining genutzt. Mit Hilfe eines Pezzi-Balls lässt sich eine aufrechte Körperhaltung besonders gut trainieren. Beim Sitzen auf dem Ball muss das Hin und Herrollen durch Gewichtsverlagerung ausgeglichen werden. Dies führt zu einer stetigen leichten Bewegung und stärkt das Gleichgewicht. Zugleich sitzt man nicht so hart, sondern kann etwas schwingen. Die physiologische Schwingung der Wirbelsäule, bekannt auch als Doppel-S-Form, wird unterstützt.

Vor allem Ungeübte sollten allerdings nicht länger auf einem Pezzi-Ball sitzen. Der ständige Balance-Ausgleich kann auch zu Verspannungen führen. Etwas stabiler wird es mit einer Ball-Schale. Diese Plastik-Schale bzw. entsprechende Metallgestelle hindern den Ball am Wegrollen. Auf jeden Fall sollten Sie nur so lange auf dem Ball sitzen, wie es Ihnen gut tut. Alternativ können Sie beim Sitzen auf einem Stuhl immer mal wieder abwechselnd die linke und rechte Pobacke anspannen. Auch das stärkt den Rücken.

Frage von Petra B.

„Ich habe schon häufiger vom Stabi- Stab gehört. Was ist das für ein Trainingsgerät und wozu verwendet man es?”

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Der Stabi-Stab, auch FLEXI BAR® genannt, ist langer flexibler Stab mit einem weichen Griff in der Mitte. An jedem Ende befindet sich ein kleines Gewicht. Beim Training wird er in Schwingung versetzt. Die Muskulatur spannt automatisch gegen die Vibrationen des Stabes an. So wirkt das Training stabilisierend auf die Tiefenmuskulatur des Körpers. Neben der Verbesserung von Kraft und Ausdauer wird der Stoffwechsel angekurbelt und das Herz gestärkt. Des Weiteren soll Stabitraining das Bindegewebe straffen.

Der Schwingstab beansprucht vor allem die Muskulatur im Schulter-Arm-Bereich, im Rücken und im Becken. Er eignet sich prima zur Verbesserung der aufrechten Haltung, da die tief an der Wirbelsäule liegenden Rückenstrecker trainiert werden. Der Stab lässt sich auch zur Rückbildung nach der Schwangerschaft einsetzen, denn er kräftigt die Beckenbodenmuskulatur. Zusätzlich fördert das Stabi-Training die Konzentrationsfähigkeit, da das Stabilisieren der Schwingungen einige Aufmerksamkeit erfordert. Der Stabi-Stab ist in jedem guten Sportgeschäft erhältlich. Weitere Informationen sowie Übungen gibt es beim Hersteller unter www.flexi-bar.de.

Frage von Frau Finter

„Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!" Frau Finter fragt: Welche Kleidung ziehe ich zum Laufen an, wenn es draußen kalt ist?

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Es stimmt, wer sich richtig anzieht, kann auch bei Minustemperaturen bis zu fünf Grad joggen gehen. Entscheidend ist die passende Kleidung. Ziehen Sie sich warm an. Am besten mehrere Schichten übereinander, die Sie ausziehen können, sobald Sie ins Schwitzen geraten.
Die Oberbekleidung sollte atmungsaktiv sein. Auch wenn Sie lieber Naturfasern tragen, in diesem Falle hat moderne Sportkleidung Vorteile. Baumwolle staut die Körperwärme, saugt den Schweiß auf und klebt nass am Körper. Bei kalten Temperaturen droht dann Erkältungsgefahr. Besser sind Mikrofasergewebe oder Teflon. Diese Fasern werden nicht feucht, da sie den Schweiß nach außen leiten. Es gibt sogar speziell angeraute Sportbekleidung für den Winter, die den Körper zusätzlich wärmt. Ganz wichtig: Denken Sie an eine Kopfbedeckung, da die Wärmeregulation großteils über den Kopf erfolgt.

Extra-Tipp: Wechseln Sie nach dem Laufen Ihre Kleidung, und gönnen Sie sich ein warmes Bad. So tut das Laufen auch im Winter richtig gut.

Frage von Jörg S.

„Ich treibe gern Sport, bin mir jedoch nicht sicher, wie stark ich mich belasten sollte. Wie kann ich mein Training in Punkto Belastung optimieren?“

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Hallo Jörg,

am besten hören Sie auf ihr Herz. In Ruhe schlägt das Herz eines weniger trainierten Erwachsenen rund 70-mal pro Minute. Bei Anstrengung, pocht es öfter, um mehr Sauerstoff durch den Körper zu befördern. Dabei gibt es eine Obergrenze, den so genannten Maximalpuls. Als Faustregel gilt: Ihr Puls sollte beim Sport einen Wert von 220 Herzschlägen minus Lebensalter nicht übersteigen. Für einen 40-jährigen sollte der Belastungspuls also nicht höher sein als 180 Schläge.

Diesen Maximalpuls sollten jedoch nur trainierte Sportler ausreizen – und nur vereinzelt in besonders intensiven Trainingseinheiten. Der optimale Trainingspuls für das Ausdauertraining liegt dagegen bei 55 bis 85% des Maximalpulses. Für einen 40-Jährigen bedeutet dies eine Pulsfrequenz zwischen 100 und 150 Schlägen pro Minute. Anfänger sollten sich eher an dem unteren, trainierte Sportler an dem oberen Werten orientieren.

Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, kann ein Leistungsdiagnostiker Ihren idealen Pulswert ermitteln. Die Leistungsdiagnostik können beispielsweise Sportärzte oder Kardiologen durchführen.

Frage von Claudia M.

„Ich habe mit dem Joggen begonnen und möchte wissen, wie ich es richtig angehen soll, um optimal zu trainieren.“

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Liebe Frau M.,

Joggen ist leicht zu erlernen. Als Neuling braucht man eigentlich keine Vorkenntnisse und kein spezielles Training. Doch ein paar Grundregeln sollten Sie beachten:

  • Wärmen Sie sich vor dem Start gut auf und laufen Sie lieber auf weichem Waldboden als auf der Straße – das schont die Gelenke.
  • Achten Sie darauf dass Ihre Schultern und Arme beim Laufen locker sind und nicht verkrampfen. Am besten lassen Sie die Schultern sinken und die Hände geöffnet, dann bleibt der Schultergürtel locker.
  • Starten Sie Ihr Laufprogramm in einem ruhigen Tempo. Laufen Sie nicht zu schnell, denn sonst sind Sie nach kurzer Zeit schon erschöpft. Zum Einstieg kann es auch sinnvoll sein, erst einmal in einem zügigen Tempo zu walken.
  • Versuchen Sie, 20 bis 30 Minuten zu trainieren. Wenn Sie nicht so lange laufen können, verlangsamen Sie das Tempo oder legen Sie zwischendurch Gehpausen ein
  • Wechseln Sie zwischendurch mal das Tempo, das steigert Ihr Leistungsvermögen und ist nicht so monoton. Ideale Tempovarianten sind: Langsam beginnen, in der Mitte des Laufs zügigeres, aber nicht zu schnelles Tempo wählen, und schließlich das letzte Drittel des Laufs wieder gemütlich ausklingen lassen.
  • In der Gruppe zu Laufen ist von Vorteil, da man nicht so schnell resigniert und durch die Verabredung das Training meist einhält. Sie sollten jedoch darauf achten, bei Ihrem Tempo zu bleiben und sich nicht zu überfordern.

Nun zum Equipment:

  • Wichtig sind Laufschuhe mit einer guten Dämpfung, am besten aus dem Fachgeschäft. Dort kann auch eine Laufbandanalyse gemacht werden, um die Anatomie des Fußes zu berücksichtigen.
  • Laufkleidung aus atmungsaktiven Materialien trägt sich angenehm und verhindert, dass Sie durch ein nass geschwitztes T-Shirt auskühlen. Am besten ziehen Sie für den Start eine leichte Jacke über, die Sie später ausziehen können.
  • Herzfrequenzmesser bzw. Pulsuhren sind perfekt, um festzustellen, ob Sie im idealen Bereich trainieren. (Der Puls sollte unter Belastung nicht über einen Wert von 220 – Lebensalter hinausgehen.) Jedoch verlässt man sich schnell auf dieses Hilfsgerät und verliert unter Umständen das Gefühl für den eigenen Körper. Versuchen Sie so zu laufen, dass Sie sich noch unterhalten können. Dann laufen Sie mit der idealen Herzfrequenz.
Frage von Christina J.

„Ich habe schon häufiger etwas vom Grundumsatz gehört oder gelesen. Nun wollte ich wissen, was der Grundumsatz eigentlich ist und wie man ihn beeinflussen kann.“

Ihre real,- Expertin Melanie Isenburg

Hallo Christina,

Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die der Körper jeden Tag nüchtern, bei völliger Ruhe und einer Temperatur von 28 °C benötigt, um seine Grundfunktionen aufrecht zu erhalten. Das ist also die Energie, die Sie sogar im Schlaf verbrauchen. Der Grundumsatz wird meist in Kilokalorien angegeben.

Den Grundumsatz kann man kaum selbst beeinflussen. Er wird durch folgende Faktoren bestimmt: Geschlecht, Alter, Gewicht, Körpergröße, Muskelmasse, sowie Wärmedämmung (durch Kleidung) und Gesundheitszustand (z.B. Fieber). Regelmäßiges sportliches Training erhöht den Grundumsatz, denn Muskelmasse verbraucht mehr Energie als beispielsweise Fettzellen. Deshalb haben trainierte Menschen einen etwas höheren Grundumsatz als untrainierte.

Frage von Joachim C.

„Ich habe ein paar Kilos zu viel. Welche Sportarten eignen sich für mich zum Abnehmen und bei welchem Pulswert wird am meisten Fett verbrannt?“

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Hallo Herr C.,

Eine besonders gute Wirkung erzielen Sie beispielsweise mit Rudern und Skilanglauf, da hier alle Muskelgruppen beansprucht werden. Prima sind auch klassische Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen, Bergwandern, Inline-Skating, Walking, Aerobic, Step-Aerobic, Tanzen und Mountainbiking. Darüber hinaus eignen sich Triathlon, Thai-Bo (Schattenboxen zur Musik) und Spinning (schnelles Radfahren zur Musik) gut zum Abnehmen.

Um im aeroben Bereich zu trainieren, in dem Sie optimal Fett verbrennen, sollte Ihr Puls 55 bis 85 Prozent des Maximalpulses betragen. Der Maximalpuls, der bei sportlicher Belastung nicht überschritten werden sollte, errechnet sich aus 220 minus Lebensalter.

Beispiel: Für einen 35-Jährigen beträgt der Maximalpuls 185 Schläge pro Minute. Der optimale Puls zum Fettverbrennen liegt bei 100 bis 155 Schlägen pro Minute. Anfänger sollten eher bei einem Puls von 100 (55% des Maximalpulses), gute Sportler bei 155 (85% des Maximalpulses) trainieren.

Die Pulsfrequenz lässt sich am einfachsten mit einen Pulsmesser feststellen. Geübte können den Puls auch selbst messen. Am besten an der Halsschlagader oder am Handgelenk 15 Sekunden lang die Schläge zählen. Diesen Wert mit 4 multiplizieren, um den Puls pro Minute zu erhalten. Wenn Ihnen das Messen zu kompliziert ist, gibt es eine einfache Faustregel: Trainieren Sie so, dass Sie sich noch gut unterhalten können ohne zu schnaufen. Dann befinden Sie sich im idealen Trainingsbereich und können sich über schmelzende Pfunde freuen.

Ideal zum Abnehmen sind Ausdauersportarten, bei denen Sie im aeroben Bereich trainieren.

Frage von Simone S.

„Ich wollte wissen, worauf ich beim Brustschwimmen achten muss?“

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Hallo Frau S.,

Beim Brustschwimmen ist die korrekte Haltung wichtig. Denn mit der richtigen Technik kann auch diese Sportart den Rücken kräftigen. Vermeiden Sie unbedingt die „Hausfrauenhaltung” (Kopf über dem Wasser und „Schwanenhals“). In dieser Haltung klappt zwar die Atmung einwandfrei, allerdings werden dadurch Hals-, Brust- und Lendenwirbel überbelastet. Verspannungen und Rückenschmerzen können die Folge sein. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Körper beim Brustschwimmen gestreckt ist und flach im Wasser liegt. Dabei taucht der Kopf ein und Sie atmen aus. Zum Einatmen den Kopf wieder heben. Tipp: Kaufen Sie sich zur besseren Sicht eine Schwimmbrille.

Kommen Sie beim Brustschwimmen nicht schnell genug vorwärts? Dann könnte es sein, dass Ihre Beinbewegungen nicht korrekt sind und Sie, statt einen symmetrischen Grätschschlag auszuführen, bei dem die Hüfte horizontal im Wasser liegt, ein Bein schräg von unten nach oben und das andere von oben nach unten führen. Dieser „Scherenbeinschlag“ belastet die Kniegelenke und kann zu Schmerzen führen.

Frage von Simon F.

„Ich wollte wissen, welche Kleidung man im Winter beim Joggen anziehen soll?“

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Hallo Herr F.,

Wer sich richtig anzieht, kann auch bei Minustemperaturen joggen gehen. Passen Sie Ihre Kleidung der Witterung an. Ziehen Sie sich warm an, am besten mehrere Schichten übereinander, sodass Sie einige Kleidungsstücke wieder ausziehen können, sobald Sie ins Schwitzen kommen. Generell sollte die Oberbekleidung atmungsaktiv sein. Auch wenn Sie lieber Naturfasern tragen, in diesem Fall hat moderne Sportkleidung Vorteile. Baumwolle hingegen staut die Körperwärme, saugt den Schweiß auf und wird nass. Bei kalten Temperaturen droht dann Erkältungsgefahr. Deswegen bevorzugen Sie lieber Mikrofasergewebe oder Teflon. Diese Fasern werden nicht feucht, da sie den Schweiß nach außen leiten. Es gibt sogar speziell angeraute Sportbekleidung für den Winter, die den Körper zusätzlich wärmt. Und: Bitte denken Sie an die Kopfbedeckung, da die Wärmeregulation beim Menschen zum größten Teil über den Kopf erfolgt.

Frage von Simon L.

„Ich möchte wissen, ob es besser ist, morgens oder abends Sport zu treiben?”

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Ob man früh oder spät am Tag sportelt, hat keinen wesentlichen Einfluss darauf, wie wirksam das Training ist. Grundsätzlich ist es gut, wenn man sich überhaupt bewegt! Damit der Sport auch guttut und Spaß macht, ist es hilfreich, seinen persönlichen Biorhythmus zu kennen. Dementsprechend sollte die körperliche Betätigung möglichst auch zur günstigsten Tageszeit stattfinden. Wer jedoch abgehetzt zum Training geht oder wer beim Laufen ständig auf die Uhr schauen muss, tut sich nichts Gutes. Damit sich der Sport positiv auswirken kann, ist es wichtig, ohne Stress zu trainieren. Ein Vorteil von Frühsport ist, dass das „Hüftgold“ leichter schmilzt. Denn nachts läuft der Fettstoffwechsel auf Hochtouren, das kann man beim Training zu früher Stunde ausnutzen. Damit Kreislauf, Muskeln und Gelenke aber nicht zu abrupt gefordert werden, ist langsames und gründliches Aufwärmen ratsam. Sport am Abend eignet sich bestens, um Stress abzubauen und den Alltag hinter sich zu lassen. Man sollte jedoch nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen Sport treiben. Zumindest sollte man auf eine ausgiebige Cool-Down-Phase achten, in der der Körper wieder „herunterfahren" kann, sonst kann es leicht zu Einschlafschwierigkeiten kommen.

Frage von Herrn W.

"Ich möchte wissen, ob ich im Alltag genug beweglich bin?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Neuesten Erkenntnissen zufolge gelten zur Erhaltung der Gesundheit 10.000 Schritte am Tag als optimal. Aber wie viele Schritte machen Sie im Laufe eines Tages? Messen Sie das doch einmal mithilfe eines Schrittzählers (Pedometers). Den kleinen, ständigen Begleiter können Sie am Gürtel oder Hosenbund befestigen – und darauf jederzeit ablesen, wie viele Schritte Sie an einem Tag bereits gegangen sind.

Am Anfang hilft der Schrittzähler vor allem, ein Gefühl für das eigene Schrittpensum zu bekommen: Wie weit gehe ich beim Einkauf, an einem Arbeitstag im Büro oder bei einem kurzen Spaziergang? Im Laufe der Zeit kann er aber auch der „freiwilligen Selbstkontrolle” dienen und für Bewegungsmuffel wird ein Schrittzähler dann motivierend. Haben Sie zum Beispiel abends Ihre angestrebte Schrittzahl nicht erreicht, dann drehen Sie doch einfach noch eine kleine Runde nach dem Abendessen; das unterstützt nebenbei auch die Verdauung. Auf diese Weise können Sie Ihr Bewegungsverhalten verbessern – und möglicherweise irgendwann das optimale Pensum sogar ohne Schrittzähler ablaufen. Übrigens: Viele Modelle berechnen auch den ungefähren Kalorienverbrauch.

Frage von Elena K.

"Ich möchte wissen, ob Kniebeugen die Knie zu sehr belasten?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Kniebeugen gehören zu den Fitnessklassikern. Sie kräftigen die Vorderseite der Oberschenkel und die Gesäßmuskulatur. Doch wie führt man sie aus, ohne die Knie zu belasten? Immer wieder liest man, dass Kniebeugen nur bis zu einem 90-Grad-Winkel ausgeführt werden dürfen, ansonsten seien sie schädlich für die Knie. Das stimmt so nicht. Im Gegenteil: Wird die Bewegung bei einem Kniewinkel von 90 Grad abgebremst, wirken höhere Kräfte auf das Gelenk, als wenn man die Übung bis in die Hocke weiterführt. So macht man es richtig: hüftbreit hinstellen, Arme schulterbreit nach vorne strecken. Füße und Knie müssen dabei parallel sein. Nun langsam so weit in die Knie gehen, wie die Fersen auf dem Boden bleiben und sich die Übung für die Knie angenehm anfühlt. Die Knie dürfen bei der Bewegung nicht über die Fußspitzen geschoben werden. Das passiert nicht, wenn der Po nach unten geht und der Rücken gerade bleibt. Beim Aufrichten wieder langsam nach oben kommen, dabei keinen „Katzenbuckel“ machen und die Beine nicht durchdrücken.

Frage von Udo S.

"Ich möchte wissen, wie er seinen Schlitten pistenfit bekommt?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Wenn Sie Ihren alten Holzschlitten vom Dachboden holen, ist es wichtig zu prüfen, ob die Kufen keine Rost- oder Schmutzspuren aufweisen und dass keine scharfen Ecken und Kanten vorhanden sind. Zudem sollte der Schlitten auf alle Fälle stabil sein und nicht schwanken. Falls Holz auf der Sitzfläche abgesplittert ist, sollten Sie diese mit Sandpapier abschleifen und mit Holzlack versiegeln. Rost auf den Kufen schmirgeln Sie am besten ebenfalls mit Schleifpapier ab. Achten Sie aber darauf, dass Sie dabei das Holz nicht beschädigen – Sie sollten die Kufen vorher abschrauben. Damit der Schlitten im Schnee gut gleitet, wachsen Sie die Kufen ein. Dazu eignet sich Skiwachs prima; es haftet besser als zum Beispiel Margarine oder Kerzenwachs, das im Notfall aber auch verwendet werden kann. Nach dem Rodeln den Schlitten immer von Schnee- und Salzrückständen befreien, abtrocknen und trocken lagern.

Frage von Alexandra W.

"Ich möchte wissen, ob ich bei einer Erkältung Sport treiben darf?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Lieber nicht. Denn der Körper leistet bei einem Infekt ohnehin Schwerstarbeit, wenn er Bakterien und Viren bekämpft. Die auftretenden Symptome wie Halsweh, Husten, Fieber oder Schüttelfrost können sich durch die körperliche Anstrengung noch verschlimmern und im Extremfall sogar Herz oder Lunge nachhaltig schädigen. Eine Auszeit ist daher unbedingt angebracht. Und nicht gleich mit falschem Ehrgeiz wieder mit dem Sport loslegen, wenn die Erkältung überstanden ist! Der Körper braucht auch danach noch eine Erholungsphase, die am besten genau so viele Tage dauert, wie man krank war. Einzige Ausnahme: Wenn nur die Nase ein bisschen läuft, man sich ansonsten aber belastbar fühlt und Frischlufthunger hat, kann leichte Bewegung im Freien nicht schaden. Am besten hört man auf sein Bauchgefühl. Die übliche Joggingeinheit sollte dann jedoch durch flottes Spazierengehen ersetzt werden. Das reicht schon, um besser durchatmen zu können. Danach tut eine heiße Dusche oder ein warmes Bad gut.

Frage von Silvia R.

"Ich möchte wissen, wie ich nach einer stressigen Arbeitswoche besser abschalten kann?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Endlich ist das Wochenende da! Doch beim Gedanken an unerledigte Aktenstapel oder an den Krach unter Kollegen will sich der Kopf noch nicht auf Freizeit einstellen? Dann braucht er dringend Abwechslung. Statt der täglichen Route nach Hause tut ein kleiner Umweg gut. Am besten an der frischen Luft. Die neuen Sinneseindrücke lenken ab und machen Lust auf Neues – der Arbeitsalltag rückt dann schnell in weite Ferne. Gönnen Sie sich ruhig eine Belohnung für die vergangene Arbeitswoche: Ein Friseur- oder Kinobesuch wirkt Wunder, ebenso wie ein Blumenstrauß oder ein Stück Lieblingskuchen. Nach der Ankunft zu Hause ist erst mal ein Schichtwechsel angesagt. Also raus aus dem Büro-Outfit und rein in die Lieblingsklamotten. Stellen Sie sich dabei vor, wie Sie mit den einzelnen Kleidungsstücken auch den Stress der letzten Woche Stück für Stück abstreifen. Ein kleines Ritual wie eine Tasse Tee oder die Lektüre der Zeitung programmiert den Kopf auf „Freizeit“. Und genehmigen Sie sich ein bisschen Zeit für sich. Ein Marsch durch den Park macht den Kopf rasch wieder frei.

Frage von Anke T.

"Ich möchte wissen, was der Unterschied zwischen Badminton und Federball ist?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Sportarten ist, dass man beim Badminton um Punkte spielt, während beim Federball ein möglichst langer Ballwechsel im Vordergrund steht. Geht es beim Federball um Freizeitspaß, kommt es beim Badminton auch auf die Strategie an. Die Wettkampfsportart findet auf einem speziellen Feld in der Halle mit festen Regeln statt. Darüber hinaus ist Badminton sehr laufintensiv. Körperliche Fitness und Ausdauer sind Voraussetzungen für diese Sportart. Dabei sollte man die Fähigkeiten seines Gegenübers möglichst objektiv einschätzen, denn laut Spielregeln dürfen die Fehler des Gegners ausgenutzt werden: Ist er beispielsweise beinfaul, lässt man ihn möglichst viel laufen, sodass er erschöpft ist und seine Konzentration nachlässt. Denn Konzentrationsfähigkeit und Motivation sind entscheidend für Sieg oder Niederlage, Fitness alleine reicht da nicht aus. Badminton ist in den letzten Jahren zu einer beliebten Sportart geworden. Seit 1992 ist Badminton sogar eine olympische Disziplin.

Frage von Meike M.

"Ich möchte wissen, ob sich die Anschaffung eines Thera-Bands für zu Hause lohnt?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Thera-Bänder sind elastische Übungsbänder aus reinem Latex, die sehr oft in der Rehabilitation und in der Sporttherapie eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe lassen sich Muskel- und Gelenkfunktionen optimal wiederherstellen beziehungsweise verbessern. Dazu wird bei den Übungen das Band gedehnt und die Muskeln müssen gegen diesen Widerstand arbeiten. Doch nicht nur in der Physiotherapie hat es seinen festen Platz, auch zur Figurformung ist das Band ideal – vor allem für zu Hause! Das Gute: Es eignet sich für jeden und man kann es im Liegen, Stehen oder Sitzen benutzen. Da das Band in verschiedenen Stärken erhältlich ist – man erkennt dies an den unterschiedlichen Farben – können sowohl Einsteiger als auch Profis effektiv mit dem vielseitigen Sportgerät trainieren. Außerdem ist es leicht, man kann es überall mit hinnehmen und bei Nichtgebrauch lässt sich das Thera-Band platzsparend zusammenrollen.