Inhaltsstoffe

Frage von Rita W.

"Ist Sahne-Pudding mit Gelatine auch für Vegetarier geeignet?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Gelatine wird aus Kollagen gewonnen. Kollagen ist ein Eiweiß, das nur im Bindegewebe von Tieren vorkommt. Daher kann Gelatine ausschließlich von tierischer Herkunft sein. Es gibt auch "vegetarische Alternativen" zur Gelatine. Geliermittel pflanzlichen Ursprungs sind beispielsweise Pektin, Agar Agar, Carageen oder Sago. Diese werden im Zutatenverzeichnis jedoch nicht als Gelatine gekennzeichnet, sondern als sogenannte Gelier- und Verdickungsmittel. Dort steht dann zum Beispiel "Geliermittel: Pektin".

Wer auf tierische Produkte komplett verzichten möchte, sollte auf das Zutatenverzeichnis achten, um festzustellen, welche Art von Geliermittel im Produkt verwendet wurde. In Zweifelsfällen können Sie sich auch an unsere kostenlose Produkthotline unter der Telefonnummer 0800 - 503 54 18 wenden.

Frage von Hannah T.

„Ich habe Pastinaken geschenkt bekommen, jedoch nur ein Rezept mit Petersilienwurzeln gefunden. Kann ich statt der Petersilienwurzeln auch Pastinaken verwenden?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Pastinaken und Petersilienwurzeln ähneln sich sehr, sowohl vom Aussehen, als auch geschmacklich. Pastinaken sind ein weißlich-gelbes Wurzelgemüse mit süß-würzigem Geschmack. Verzehrt werden sie roh und gekocht, zum Beispiel als Cremesuppe oder Salat. Besonders süß schmecken sie nach dem ersten Winterfrost, wenn ein Teil der enthaltenen Stärke in Zucker umgewandelt worden ist. In Deutschland werden Pastinaken relativ selten verwendet, obwohl sie reicher an Mineralstoffen sind als beispielsweise Möhren.

Petersilienwurzeln sind etwas dünner als Pastinaken und besitzen ein weißes bis hellbräunliches Fleisch. Die Wurzeln haben einen intensiven, leicht süßlichen Geschmack, der etwas kräftiger ausfällt als der Geschmack der Pastinake. Verwendet werden Petersilienwurzeln genauso wie die Pastinaken häufig zum Würzen von Suppen und Gemüseeintöpfen oder für Rohkostsalate. Je nach Geschmack kann man sicherlich im Rezept Petersilienwurzeln statt Pastinaken verwenden

Frage von Frau Richards

„Ich bin Vegetarierin und meide tierische Produkte. Deshalb würde gern wissen, ob enthält real,- Quality Joghurt mild Gelantine?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Gelatine muss gemäß der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) stets im Zuta-tenverzeichnis deklariert werden, wenn Sie einem Lebensmittel zugesetzt wird. Sollten Sie also bei Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis keine Angabe zu Gelatine finden, dann ist auch keine enthalten. Dies gilt auch für den real,- Quality Joghurt, der ohne Gelatine auskommt.

Joghurt wird hergestellt, indem bei geeigneten Temperaturen Milchsäurebakterien zur Milch gegeben werden. Diese legen die Milch dick und lassen so stichfesten Joghurt entstehen. Die Festigkeit des Joghurts ist also nicht auf eine Zugabe von Gelatine zurückzuführen, sondern ausschließlich auf die „Arbeit“ der Milchsäurebakterien.

Frage von Elena I.

„Ich habe eine Laktoseintoleranz und esse seitdem lactosefreien Joghurt. Deshalb würde ich gerne wissen, ob dieser ebenso viele Milchsäurebakterien enthält wie üblicher Joghurt?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Joghurt wird immer mit Hilfe von Milchsäurebakterien hergestellt. Daher enthält auch der laktosefreie Joghurt Milchsäurebakterien. Der einzige Unterschied zwischen normalem und laktosefreiem Joghurt besteht darin, dass der laktosefreie Joghurt keine Laktose mehr enthält. Denn Laktose liegt darin nicht mehr als Zweifachzucker (Disaccharid) vor, sondern aufgespalten in die Einfachzucker Glukose und Galaktose. Alle sonstigen Inhaltsstoffe bleiben unverändert.

Frage von Frau Seewald

„Ist in Tomatenmark auch Lycopin enthalten?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Lycopin ist der Hauptfarbstoff der Tomaten und gehört zur Gruppe der Carotinoide. Dem Stoff wird ein besonderer Wert für die Gesundheit zugeschrieben, da er als natürliches Anti-oxidans Herz und Gefäße schützt und sogar Krebs vorbeugen soll.

Beim Erhitzen und Zerkleinern wird das Lycopin gelöst. Dadurch ist Lycopin aus verarbeiteten Tomaten sogar noch besser verfügbar für den Körper, als aus frischen Tomaten. Während reife Tomaten ca. 4-6 mg Lycopin enthalten, kommen Dosentomaten auf ca. 10 mg. Konzentriertes Tomatenmark enthält besonders viel Lycopin, nämlich bis zu 62 mg Lycopin pro 100 Gramm.

Tipp: In Kombination mit pflanzlichem Fett wird Lycopin vom Körper noch besser aufge-nommen. Geben Sie also immer ein bisschen Pflanzenöl an ihre Tomatensauce.

Frage von Herr Linder

„Wie viel Cholesterin enthält Kokosmilch?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Das Kokosfett der Kokosmilch enthält wie alle pflanzlichen Fette und Öle kein Cholesterin. Allerdings besitzt Kokosfett, im Gegensatz zu den meisten anderen pflanzlichen Fetten, eine eher ungünstige Fettsäurestruktur. Es besteht überwiegend aus gesättigten Fettsäuren, die im Übermaß genossen den Cholesterinspiegel erhöhen können.

Cholesterin ist eine lebensnotwendige Substanz, die vor allem in tierischen Fetten enthalten ist. Es wird im Körper als Baustein für Zellwände benötigt, aber auch zur Bildung von Hormonen und Gallensäuren. Zu viel „schlechtes“ Cholesterin kann jedoch zur Verengung von Blutgefäßen, der so genannten Arteriosklerose führen.

Der größte Teil des Cholesterins wird im Körper selbst gebildet, der Rest wird mit der Nahrung aufgenommen. Für den Cholesterinspiegel im Körper ist die Art der verzehrten Fette wichtiger, als der Cholesteringehalt der Nahrung. Kokosfett enthält kein Cholesterin, dafür jedoch relativ viele gesättigte Fettsäuren. Daher sollte Kokosmilch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel nur in Maßen verzehrt werden. Andere pflanzliche Fette mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren dagegen helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

Mehr Informationen zum Thema Cholesterin können Sie in dem dem Beitrag „Mythos Cholesterin“ lesen.

Frage von Frau A. Mauser

„Kann rote Beete auch bei Eisenmangel unterstützend wirken?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

100 g rote Beete enthält durchschnittlich 0,9 mg Eisen. Das entspricht etwa 10 % der emp-fohlenen Tageszufuhr für Frauen von 15 mg. Allerdings enthält rote Beete auch Oxalsäure, die die Eisenresorption im Körper hemmt. Generell wird Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter vom Körper aufgenommen als aus tierischen Lebensmitteln. Doch aufgrund der Anpassungsfähigkeit unseres Körpers, steigt bei erhöhtem Eisenbedarf auch die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Gute Eisenlieferanten sind vor allem Fleisch und Eier, aber auch Vollkornmehl, Getreidekeime, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Schwarzwurzeln, Fenchel oder Trockenobst enthalten relativ viel Eisen.

Tipp: Die gleichzeitige Zufuhr Vitamin-C-haltiger Speisen und Getränke verbessert die Ei-senaufnahme.

Eisenreiche Lebensmittel:

Eisengehalt in 100 g Lebensmittel:

Lebensmittel Eisen (mg) Lebensmittel Eisen (mg)
Fleisch Gemüse / Obst
Schweineleber 22,1 Linsen 7,5
Rindsleber 6,5 Bohnen, weiß 6,1
Kalbssschnitzel 3,0 Erbsen 5,2
Schweineschnitzel 2,3 Karotten roh 2,1
Blumenkohl roh 1,6
Erdbeeren roh 1,9
Getreide
Haferflocken (Vollkorn) 4,6 Schwarze Johannisbeeren 1,3
Naturreis 2,6
Frage von Sandra R.

„Ich leide häufiger an Muskelkrämpfen und vermutet, dass diese durch einen Magnesiummangel verursacht sein könnten. Deshalb möchte ich wissen, welche Lebensmittel besonders viel Magnesium enthalten?"

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der vor allem bei der Muskelkontraktion eine Rolle spielt. Typische Symptome von Magnesiummangel sind Muskelschwäche, Taubheitsgefühle in den Armen und Muskelkrämpfe. Auch Durchblutungsstörungen, Schwächegefühle und innere Unruhe können auf einen Mangel an Magnesium hindeuten. Besonders gute Magnesiumquellen sind pflanzliche Lebensmittel wie beispielsweise Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Gemüse. Der empfohlene Tagesbedarf an Magnesium für Erwachsene liegt bei 300 – 350 mg.

Besonders magnesiumreiche Lebensmittel:

  • Cashewnüsse, Erdnüsse
  • Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne
  • Sesam
  • Leinsamen
  • Sojabohnen
  • Kichererbsen
  • Naturreis
  • Weizenvollkornmehl
  • Vollkernhaferflocken
  • Spinat
  • Butterkäse
  • magnesiumreiche Wässer
Frage von Frau S.

„Es gibt links- und rechtsdrehende Milchsäure. Wo ist da der Unterschied?“

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Bei der Herstellung von Joghurt wandeln Milchsäurebakterien Kohlenhydrate wie z.B. Milchzucker (Laktose) in Milchsäure um. Dabei kann links- oder rechtsdrehende Milchsäure entstehen. Diese links- und rechtsdrehende Milchsäure unterscheidet sich in der räumlichen Anordnung ihrer Molekülgruppen.

Die Bezeichnung „drehend“ bezieht sich auf eine physikalische Eigenschaft der Milchsäure. Bringt man Milchsäure im Labor unter linear polarisiertes Licht, so wird die Polarisationsebene des Lichts entweder nach rechts oder links gedreht.

Die rechtsdrehende Milchsäure kommt im menschlichen Körper vor. Sie dient der Energiegewinnung im Stoffwechsel und schützt die Darmschleimhaut. Linksdrehende Milchsäure dagegen kann der Körper nicht selbst herstellen. Dementsprechend wird sie etwas langsamer abgebaut, als die rechtsdrehende Milchsäure.

Lange Zeit wurde vermutet, dass die Aufnahme größerer Mengen an linksdrehender Milchsäure zu einer Übersäuerung des Organismus führen könnte. Diese Theorie ist jedoch mittlerweile widerlegt. Milchsäure wirkt positiv auf die Darmflora, denn sie trägt dazu bei, dass Giftstoffe schneller aus dem Darm ausgeschieden werden und beugt Darmkrebs vor.

Frage von Herrn Meier

„Ich habe vom so genannten „China-Restaurant-Syndrom“ gehört, das durch Glutamat ausgelöst werden soll. Nun würde ich gern wissen, was Glutamat eigentlich ist und wie es wirkt.“

Ihre real,- Expertin Sarah Wingensiefen

Hallo Herr Meier,

Glutamat ist ein Salz der Glutaminsäure. Die Glutaminsäure gehört zu den Aminosäuren, den kleinsten Eiweiß-Bausteinen in unserer Nahrung. Von Natur aus kommt Glutamat vor allem in eiweißhaltigen Lebensmitteln vor, wie zum Beispiel in Fleisch, Fisch, Käse und reifen Tomaten.

Glutamat wird zudem gerne als Würzmittel verwendet. Denn es schmeckt fleischig-herzhaft und intensiviert den Geschmack anderer Speisen. Glutamat gilt deshalb als Geschmacksverstärker. Auf unserer Zunge reagieren spezielle Geschmacks-Rezeptoren auf den Eiweiß anzeigenden Leckerschmecker. Darum ist Glutamat neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfte Geschmacksrichtung anerkannt. Der Geschmack wird als „umami“ bezeichnet, was auf Japanisch „wohlschmeckend“ bedeutet.

Mononatriumglutamat ist in der EU als Zusatzstoff zugelassen, der auf Lebensmitteln gekennzeichnet sein muss. Zusatzstoffe werden nur zugelassen, wenn sie als gesundheitlich unbedenklich gelten. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Glutamat als sicher und nicht gesundheitsschädlich ein. Glutamat hilft sogar, weniger Salz zu verwenden, da es den Geschmack von Lebensmitteln auf natürliche Weise verstärkt.

Nur bei besonders empfindlichen Menschen kann Glutamat das so genannte China-Restaurant-Syndrom auslösen. Dies betrifft jedoch gerade mal 0,2 % der Bevölkerung. Diese Menschen reagieren außergewöhnlich empfindlich auf Glutamat. Sie leiden dann unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Hitze, Mundtrockenheit und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen. Glutamatempfindliche sollten den Geschmackverstärker besser meiden, allerdings nicht nur im China-Restaurant sondern auch in natürlichen Lebensmitteln. Alle anderen können den Lecker-Geschmack jedoch problemlos genießen.