Herstellung
"Ich wollte wissen, wie ein genauer Fettgehalt von 3,5 % oder 1,5 % bei der Milch erreicht wird."
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Der natürliche Fettgehalt von Kuhmilch schwankt zwischen 3,7 und 4,4 %. Bei der Milchverarbeitung wird der schwankende Fettanteil der Milch standarisiert. Dafür wird die Milch zunächst entrahmt, das heißt, sie wird in Magermilch und Rahm (Sahne) getrennt. Anschließend fügt man der Magermilch die zuvor abgeschiedene Rahmmasse wieder zu bis der gewünschte Fettgehalt erreicht ist.
"Warum haben Kartoffeln manchmal grüne Stellen?"
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Stellen von Kartoffeln, die während des Wachstums aus der Erde herauswachsen und dadurch unter Lichteinwirkung gelangen, werden grün und enthalten Solanin. Solanin ist ein natürlich vorkommendes Gift, das beim Menschen ein brennendes Gefühl im Hals, Erbrechen, Leibschmerzen und Durchfälle auslösen kann. Die grünen Stellen sollten beim Kochen großzügig herausgeschnitten werden. Das restliche Solanin wird beim Kochen fast vollständig gelöst und geht in die Flüssigkeit über, die Kochflüssigkeit daher nach dem Kochen abgießen und nicht weiter verwenden.
„Worin besteht der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen?"
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Rosine ist der Überbegriff für alle Arten von getrockneten Weinbeeren. Die Bezeichnung geht auf das französische Wort „roisin“ zurück. Getrocknete Weinbeeren können in zwei Unterkategorien eingeteilt werden: die „Sultaninen“ und die „Korinthen“.
Korinthen verdanken ihren Namen der griechischen Stadt Korinth. Es handelt sich um die getrockneten Beeren von dunklen Weintrauben der Rebsorte Korinthiaki aus Griechenland. Korinthen sind dunkelblau bis schwarz und wesentlich kleiner als Sultaninen.
Sultaninen werden überwiegend aus der kernlosen Sultana-Traube hergestellt. Sie sind größer und haben eine dünnere Schale. Die goldgelben bis bräunlichen Sultaninen schmecken besonders süß und aromatisch. Sie werden häufig auch als Rosinen bezeichnet.
„Kann man Brokkoli wirklich roh essen?"
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Brokkoli enthält die Vitamine C und K sowie Folsäure, mit der viele Menschen unzureichend versorgt sind. Hinzu kommen verschiedene Mineralstoffe, Spurenelemente und gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe. Roh soll er besonders gesund sein, da das im Brokkoli enthaltene Senföl laut Studien Prostatakrebs vorbeugen kann. Das Senföl wird jedoch durch ein Enzym freigesetzt, das beim Kochen inaktiviert wird.
Giftige Inhaltsstoffe wie in rohen Bohnen oder Kartoffeln enthält Brokkoli nicht. Deshalb kann er auch ohne Bedenken roh verzehrt werden. Allerdings ist er nicht so leicht verdaulich und kann Blähungen verursachen. Deshalb sollten man zunächst nur kleine Mengen rohen Brokkoli probieren. Wer rohen Brokkoli nicht so gut verträgt, kann ihn kurz dämpfen oder mit wenig Wasser dünsten, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen. Besonders gut schmecken die zarten Röschen zusammen mit etwas Kräuter-Dip oder klein geschnitten bzw. geraspelt mit einem Dressing als Salat.
„Woran liegt es, dass Tiefkühlerbsen eine sehr viel intensiv grünere Farbe haben als Erbsen aus der Konserve?“
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Die Grüntöne von Erbsen können sich erheblich unterscheiden: Konservenerbsen sind eher braungrün, Tiefkühlerbsen leuchten sehr intensiv-grün. Die grüne Farbe erhält das Gemüse durch den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Ein bestimmtes Enzym, das ebenfalls in den Erbsen enthalten ist, baut jedoch Chlorophyll ab, wodurch die Farbe der Ebsen sich von leuchtend grün bis zu bräunlich grün verändert. Dies ist bei Erbsenkonserven der Fall. Bei Tiefkühlerbsen wird das grüne Gemüse dagegen für wenige Minuten blanchiert, um das Enzym zu inaktivieren. Das anschließende Eisbad stoppt den begonnenen Garvorgang und verhindert den weiteren Chlorophyllabbau durch Hitze. So bleibt die satt-grüne Farbe der frischen Erbsen auch im gefrorenen Zustand erhalten.
„Kann man Rum-Aroma bedenkenlos in Gebäck und Kuchen für Kinder verwenden?“
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Das Rum-Aroma enthält lediglich ein Aroma, welches nach Rum schmeckt. Als Lösungsmittel dient pflanzliches Öl. Alkohol ist nicht enthalten. Dementsprechend kann das Rum-Aroma bedenkenlos auch in Backwaren und Kuchen für Kinder verwendet werden.
„Woher kommt die Bezeichnung „Russisch Brot“?“
Ihre real,- Expertin Anna Banach
Über den Ursprung der Bezeichnung „Russisch Brot“ gibt es verschiedene Theorien. Wahrscheinlich ist der Begriff „Russisch Brot“ im Laufe der Zeit aus dem Begriff „rösches Brot“ entstanden. Dabei bedeutet „rösch“ knusprig oder scharf gebacken. Mit „Brot“ ist in diesem Zusammenhang nicht Brot in unserem heutigen Sinn gemeint, sondern ein überlieferter sprachlicher Ausdruck aus dem 17. Jahrhundert. Damals bezeichnete man mit Zucker hergestellte Backwaren häufig als „Brod“.





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