Welche Lebensmittel sind gesund

Wir verwenden Lebensmittel vor allem zum Verzehr, wegen ihres Nährstoffgehalts und Geschmacks. Doch bereits unsere Vorfahren haben entdeckt, dass manche Nahrungsmittel nicht nur sättigen und gut schmecken, sondern darüber hinaus auch heilsam sein können. Einige von ihnen helfen, Entzündungen oder Schmerzen zu lindern. Manche können Bakterien abtöten oder Schleim lösen. Wieder andere beruhigen Magen und Darm. Gerade bei häufigen, leichten Erkrankungen können ganz einfache Lebensmittel die Behandlung unterstützen. Lesen Sie hier mehr über die heilenden Schätze aus der Küche.

Honig bei Erkältungen und Entzündungen

Honig gilt als eines der ältesten Lebensmittel. Er besteht zwar überwiegend aus Zucker, doch die Bienen geben ihm auch einige Enzyme mit, die antibakteriell wirken und Entzündungen hemmen. So sorgt Honig dafür, dass Wunden besser heilen. Zur Unterstützung der Wundheilung sollte jedoch medizinischer Honig verwendet werden.

Bei Erkältungen und Halsentzündungen wirkt Tee mit Honig sehr wohltuend. Der Honig sollte allerdings in den schon etwas abgekühlten Tee eingerührt werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht durch die Hitze zerstört werden.

Sauer macht gesund: Joghurt und Probiotika

Sauer macht nicht nur lustig, sondern auch gesund. Milchsäurebakterien aus Joghurt und Sauermilchprodukten, aber auch aus milchsauer vergorenem Gemüse wirken ausgleichend auf unsere eigene Bakterienflora.

Auflagen aus Joghurt oder Quark beruhigen empfindliche Haut, können Irritationen lindern und leichte Pilzinfektionen verdrängen. Außerdem unterstützen Joghurt und Probiotika die Darmflora. Das regt die Verdauung an und stärkt unser Immunsystem.

Als uraltes Heilmittel gilt auch Sauerkraut.  

Bakterienkiller: Zwiebeln, Knoblauch & Co.

Preiswert und zugleich höchst wirksam sind Zwiebeln, Knoblauch und andere Laucharten. Ihre Schärfe wird verursacht durch Schwefelverbindungen, die Bakterien hemmen. So wirken die Zwiebelgewächse wie ein natürliches Antibiotikum.

Zwiebelsirup aus zerkleinerter roher Zwiebel, vermischt mit Sirup gilt als klassisches Hausmittel gegen Husten. Bei Mittelohrentzündungen kann ein Zwiebelsäckchen helfen. Dazu eine Zwiebel zerkleinern und etwas erhitzen, dann in ein Mulltuch einwickeln und auf das schmerzende Ohr legen. Reibt man Insektenstiche mit der Schnittfläche einer rohen Zwiebel leicht ein, jucken sie nicht mehr so stark.

Mehr über die Wirkungen und Inhaltsstoffe von Zwiebeln und Knoblauch erfahren Sie im Beitrag „Gesunde Schärfe“.

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Die Natur hält offensichtlich für zahlreiche Beschwerden ein Kraut bereit. Viele Kräuter und Gewürze, die wir wegen ihres Geschmacks schätzen, entfalten ganz nebenbei auch eine gesundheitsfördernde Wirkung: sei es der würzige Thymian, der als Tee oder Saft Husten löst, aber auch die Verdauung fördert, oder der Salbei, der nicht nur für Saltimbocca unentbehrlich ist, sondern als Tee oder Lutschpastillen einen entzündeten Hals beruhigt.

Kümmel, Fenchel und Anis lindern Blähungen. Und dass Chili, Peperoni und Pfeffer den Kreislauf ankurbeln, ist inzwischen allgemein bekannt.

Würzig-scharfe Wurzeln: Ingwer und Meerrettich

Weniger bekannt, doch umso vielfältiger für eine gute Gesundheit nutzbar sind die scharfen Ingwer- und Meerrettichwurzeln.

Meerrettich enthält beißend-scharfe Senföle, die Bakterien wirksam abtöten. Deshalb gilt die längliche, unscheinbare Wurzel auch als das „Antibiotikum der Bauern“. Da Meerrettich zugleich wärmt, die Durchblutung fördert und schleimlösend wirkt, hilft er auch bei Erkältungen. Man kann z. B. Meerrettichdämpfe inhalieren, um die Nase freizubekommen. Die krampflösende Wirkung des Meerrettichs wird bei Magenproblemen oder Kopfschmerzen genutzt. Bei Anwendungen auf der Haut können jedoch leicht Rötungen entstehen.

Die aus Asien stammende Ingwerwurzel besitzt ein ähnliches Wirkungsspektrum. Auch sie erwärmt, fördert die Durchblutung und löst Schleim. Ihre Scharfmacher sollen Bakterien abtöten und ähnlich wirken wie Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff, den wir aus Kopfschmerztabletten kennen. Deshalb wird Ingwer auch gegen Muskelschmerzen und Rheuma angewendet. Zudem fördert Ingwer die Verdauung und löst Magenkrämpfe. Besonders beliebt ist Ingwertee, zu dessen Herstellung frische, geschnittene Ingwerwurzel mit heißem Wasser aufgegossen wird. Wer mag, gibt noch etwas Honig hinzu und kombiniert dadurch die Wirkungen der beiden Hausmittel.

Wichtig: Rechtzeitig zum Arzt

Die hier genannten Rezepturen beruhen auf traditionellen Überlieferungen und Erfahrungswerten. Sie können eventuell kleinere Beschwerden lindern oder eine medizinische Behandlung unterstützen. Verlassen Sie sich jedoch nicht allein auf diese Hausmittel. Bei stärkeren Beschwerden oder länger andauernden Symptomen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen