Schlafstörungen - was tun gegen schlaflose Nächte?

Wir verschlafen fast ein Drittel unseres Lebens. Wozu das Schlafen genau dient, ist immer noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass Schlafen lebensnotwendig ist. Wir brauchen die Nachtruhe, um uns körperlich und geistig zu regenerieren. Ein Drittel der Deutschen leidet jedoch an Schlafstörungen. Wer abends schlecht abschalten kann und nachts keine Ruhe findet, fühlt sich gerädert und ist weniger leistungsfähig. Dabei gibt es einige Tricks, um endlich gut zu schlafen.

Schön, fit und gesund im Schlaf

Schlafen entspannt den Körper und lässt die Seele zur Ruhe kommen. Im Schlaf werden besonders viele Abwehrzellen gebildet, Hautzellen erneuern sich acht mal schneller als am Tag. Im Liegen lockert sich die Muskulatur, die Bandscheiben können sich regenerieren. Der Körper fährt viele Funktionen herunter: Blutdruck und Puls sinken leicht ab, Stoffwechselfunktionen und Körpertemperatur werden vermindert. Die Reaktion auf äußere Reize ist reduziert.
Allerdings kann der Mensch jederzeit aus dem Schlafzustand geweckt werden. Und das ist das Problem. Oft kommt er gar nicht in den erholsamen Zustand, der so wichtig ist, um am nächsten Tag konzentriert, fit und belastbar zu sein. Woran das liegt? Schlafen ist ein überaus komplexer Prozess, der von vielen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst wird.

Besser Abschalten und Entspannen

Lassen Sie den Tag möglichst ruhig ausklingen. Gönnen Sie sich etwas Muße bei schöner Musik, einem Spaziergang oder einem guten Buch. Auch Sport entspannt und sorgt für besseren Schlaf – allerdings nicht kurz vor dem Zubettgehen. Wenn der Tag so hektisch war, dass Sie nicht zur Ruhe kommen, helfen Entspannungsübungen.
Schauen Sie keine nervenaufreibenden Filme zu später Stunde. Nehmen Sie lieber ein heißes Bad bei 38 Grad mit entspannungsfördernden Ölen wie Sandelholz und Bergamotte – und dann ab in die Heia. Am besten gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett, damit sich der Körper an den Schlafrhythmus gewöhnt.

Leichte Kost am Abend

Vermeiden Sie schwer verdauliche und fette Speisen am Abend, da der Körper sonst mit der Verdauung beschäftigt ist und keine Ruhe findet. Zu süßes oder scharfes Essen verursacht Sodbrennen. Essen Sie lieber eiweißreiche Kost mit Fisch und Geflügel. Darin ist nämlich die Vorform des Schlafhormons Serotonin enthalten.
Vorsicht mit aufputschenden Getränken: Das anregende Koffein in Cola, Kaffee und Schwarztee hält den Körper oft noch Stunden später wach. Alkohol wirkt zwar entspannend und fördert das Einschlafen, doch zu viel Alkohol erschwert das Durchschlafen. Besser ist die altbewährte warme Milch mit Honig.

Wie man sich bettet, so schläft man

Wichtige Grundlage für guten Schlaf ist ein angenehmes Bett mit passender Matratze. Trennen Sie sich von alten Matratzen, die bereits „Hängematten-Effekt“ aufweisen. Vermeiden Sie auch zu harte Unterlagen. Der Härtegrad sollte an das Körpergewicht angepasst sein.

Gönnen Sie Ihrer Wirbelsäule Erholung mit einer Latex- oder Kaltschaummatratze, die sowohl punktelastisch als auch atmungsaktiv ist. Becken, Schulter und Kopf werden optimal unterstützt, und die Wirbelsäule liegt gerade. Verzichten Sie auf zu dicke Kissen und Kopfteile. Das Kopfkissen sollte nur so dick sein, dass der Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule liegen kann

Erholsam Ein- und Durchschlafen

Für dauerhaften Nachtfrieden ist Schlafkultur das A und O. Dazu gehört eine gute Schlafumgebung. Sie brauchen Ihr Zimmer nicht unbedingt nach Feng-Shui einzurichten, doch ein paar Dinge sollten Sie beachten. Das Schlafzimmer ist keine Abstellkammer – Bügelwäsche, Staubsauger & Co. haben darin nichts zu suchen. Streichen Sie die Wände in warmen Farben – das gibt eine angenehme Atmosphäre.
Fenster sollten abgedunkelt werden; blickdichte Gardinen, Rollos oder Jalousien halten weckende Lichtstrahlen ab. Wenn Sie jetzt noch das Raumklima bei 18 Grad halten, regelmäßig lüften und Zugluft vermeiden, steht süßen Träumen nichts mehr im Wege. Na dann: eine gute Nacht!

Hilfe für Schlaflose

www.dgsm.de Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Informationen für Patienten, Adressen von Schlaflaboren

www.schlafgestoert.de Therapeutisches Portal mit Forum

www.schlaf.de Infoportal zum Thema Schlaf