Wie gesund sind Tiefkühlgemüse und Obstkonserven?

Obst und Gemüse liefert eine Fülle wertvoller Nährstoffe. Nicht umsonst empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung täglich 5 Portionen Obst und Gemüse zu verzehren. Die bunten Fitmacher versorgen uns mit lebensnotwendigen Vitaminen, vielen Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen. Zudem enthalten die meisten Früchte wenig Fett, kein Cholesterin und schützen vor Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen. Doch nicht immer kann Obst und Gemüse frisch eingekauft werden. Sind Konserven und Tiefkühlware dann eine gesunde Alternative?

Konserven – arm an Nährstoffen und Vitaminen?

Für die Herstellung von Gemüsekonserven werden nur frische, einwandfreie Rohstoffe verwendet, die nach der Ernte sofort verarbeitet werden. Nach dem Waschen und Zerkleinern werden sie blanchiert, um die Enzyme zu inaktivieren, die das Gemüse weiter reifen lassen würden. Anschließend folgt die Konservierung. Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet man Vollkonserven und Sauerkonserven.

Typische Vollkonserven sind beispielsweise Bohnen, Erbsen und Mais. Sie werden durch Sterilisation keimfrei gemacht und anschließend luftdicht verschlossen. Bei der Sterilisation wird das Gemüse einmalig auf ca. 120 °C erhitzt – krankheitserregende Mikroorganismen und deren Überdauerungsformen werden dabei abgetötet. Konservierungsstoffe dürfen bei diesem Prozess nicht zugesetzt werden – außer bei kochfertigen Champignons. Zusätze wie Zucker, Wasser, Salz und Gewürze sind jedoch erlaubt, sofern sie den charakteristischen Geschmack des Erzeugnisses nicht verändern. Sie müssen in der Zutatenliste deklariert sein.

Aufgrund der Sterilisation liegt der Vitamingehalt bei Vollkonserven deutlich unter dem von Frischgemüse oder Tiefkühlware. Trotz schonender Verarbeitung kann es zu Vitaminverlusten bis zu 50 % kommen. Auch Eiweiße und Enzyme können durch das Erhitzen verändert werden. Mineralstoffe bleiben dagegen vollständig erhalten.

Zu den Sauerkonserven zählen u. a. Sauerkraut, eingelegte Gurken und Mixed Pickles. Die Säuerung kann durch Milchsäuregärung (Sauerkraut) oder durch Essigzugabe (Gewürzgurken) erfolgen. Bei der Milchsäuregärung wandeln Milchsäurebakterien den im Weißkohl enthaltenen Fruchtzucker in Milchsäure um. Durch dieses natürliche Konservierungsverfahren bleiben Vitamine wie Vitamin C, K oder Folsäure weitgehend erhalten.

Vorteile von Konserven:

  • Obst und Gemüse werden erntefrisch verarbeitet und haltbar gemacht
  • Konserven sind über Jahre haltbar, sodass man hat immer Obst und Gemüse im Haus hat
  • Konserven enthalten in der Regel keine Konservierungsstoffe

Nachteile von Konserven:

  • Vollkonserven haben bis zu 50 % weniger Vitamine als Frischware, andererseits sind immer noch mehr als 50 % der Vitamine und praktisch alle Mineralstoffe enthalten
  • Veränderungen in Aussehen und Geschmack

Obst und Gemüse aus der Tiefkühltruhe

Obst und Gemüse für die Tiefkühltruhe wird direkt nach der Ernte gewaschen, zerkleinert und tiefgefroren. Durch die schnelle Verarbeitung bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten. So enthält Tiefkühlware mehr Vitamine als Frischgemüse, das schon mehrere Tage lagert.

Empfehlenswert sind vor allem wenig verarbeitete Produkte. Achten Sie auf die Zutatenliste: Je weniger Farb-, Aroma- und Geschmacksstoffe aufgelistet sind, desto besser. Vorsicht auch vor fettreichen oder stark gewürzten Zubereitungen. Alternativ können Sie auch selbst einfrieren: Wer im Winter Lust auf Erdbeeren hat, kann so seinen Heißhunger befriedigen, ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen.

Vorteile von Tiefkühlware

  • Obst und Gemüse werden erntefrisch verarbeitet und haltbar gemacht
  • geringere Vitaminverluste, als bei lange gelagerter Frischware

Nachteile von Tiefkühlware

  • leichte Veränderungen in Aussehen und Geschmack
  • leicht Vitaminverluste
  • hoher Energieverbrauch durch die Tiefkühllagerung

Gute Alternativen im Alltag 

Frisch geerntetes Gemüse direkt vom Bauern weist den höchsten Nährstoffgehalt auf – das ist unbestritten. Doch nur die Wenigsten haben die Möglichkeit, jeden Tag erntefrisches Gemüse vom Großmarkt oder vom Bauern zu kaufen. Welken Obst und Gemüse jedoch tagelang vor sich hin, verlieren sie automatisch wertvolle Nährstoffe. In diesem Fall können Tiefkühlprodukte eine gesunde Alternative zum Kochen mit frischen Lebensmitteln sein.

Wer unregelmäßig daheim ist oder mal überraschend etwas zu essen zaubern muss, tut gut daran, einige Konserven im Haus zu haben. Tiefkühlware und Konserven können Frisches nicht ersetzen, bieten aber bei Bedarf sinnvolle und durchaus nährstoffreiche Alternativen.

Tipp: Unter der Eigenmarke real,- QUALITY bieten wir ein großes Sortiment an leckeren tiefgefrorenen Obst- und Gemüsesorten an. Da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei!

Worauf Sie achten sollten:

Vollkonserven sind 3-4 Jahre haltbar, sofern sie trocken, dunkel und kühl gelagert werden. Sollten die Dosen allerdings Rost aufweisen oder sich ausbeulen, bitte auf keinen Fall mehr verwenden! Insbesondere ausgewölbte Dosen sind problematisch, da sie den Botulismus-Erreger enthalten können, der Lebensmittelvergiftungen auslöst.

Sauerkonserven sind je nach Verarbeitung 6-12 Monate haltbar.

Bei Tiefkühlgemüse achten Sie auf die Verpackung! Eiskristalle an der Verpackung und ein verklumpter Packungsinhalt weisen auf falsche Lagertemperaturen hin. Tiefkühl-Obst hält sich in der Regel 1-2 Jahre, Tiefkühl-Gemüse 15-18 Monate.