Sport in jeder Lebenslage

Ob Kleinkind, werdende Mutter oder Senior: Bewegung tut in jeder Lebenslage und jeder Lebensphase gut. Denn regelmäßige Bewegung in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung bieten die besten Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Es ist nie zu spät, mit Sport zu beginnen. Darin sind sich alle Experten einig. Wie man sein Trainingsprogramm gestaltet, hängt nicht zuletzt von den eigenen Vorlieben ab.

Spaß für die Kleinsten

Sport macht Spaß, das können schon die Kleinsten lernen: etwa indem die ganze Familie gemeinsam Radtouren unternimmt, Federball spielt oder ins Schwimmbad geht. So motivieren Sie Ihr Kind, später einer eigenen Sportart nachzugehen. Im Vor- und Grundschulalter gilt es vor allem, die koordinativen Fähigkeiten zu fördern, also Rhythmus, Gleichgewicht und Orientierung. Wichtig ist natürlich auch die Entwicklung der Muskeln. Gut geeignet für Kinder sind beispielsweise Tennis, Turnen, Klettern oder Judo. Generell gilt: Empfehlenswert ist, was gefällt – unabhängig vom Geschlecht. Denn auch Mädchen spielen gerne Fußball, und es gibt durchaus Jungen, die Ballett mögen.

Männersport oder Frauensport?

Auch als Erwachsene können Männer und Frauen den gleichen Sportarten nachgehen. Allerdings sind die unterschiedlichen anatomischen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Frauen haben beispielsweise von Natur aus weniger Muskeln. Das muss aber nichts heißen: Wichtig ist nur, die Trainingsstandards entsprechend anzupassen, dann können Männer wie Frauen an allen Sportarten Spaß haben. Die Beweglichkeit und die musische Begabung beispielsweise haben mit dem Geschlecht zunächst nichts zu tun.

Sport für zwei

Eine besondere Situation ist die Schwangerschaft. Frauen, die ein Kind erwarten, sollten auf jeden Fall in Bewegung bleiben. Leistungssport ist in dieser Zeit allerdings nicht zu empfehlen. Auch sehr hektische oder riskante Sportarten wie Squash oder Klettern eignen sich für schwangere Frauen nicht. Ideal ist dagegen Ausdauersport: zum Beispiel Wandern, Nordic Walking, Aquafitness, Fahrrad fahren oder Tanzen. Auch Rückengymnastik oder Schwimmen sind gut für werdende Mütter. Beides entlastet die Wirbelsäule und hilft, das zusätzliche Gewicht zu tragen.

Bei Übergewicht nicht überfordern

Menschen mit Übergewicht sollten das Training vorsichtig angehen. Zwar ist Bewegung wichtig, doch wer abnehmen will, neigt häufig dazu, sich zu überfordern. Besser ist es, langsam anzufangen und eine Sportart zu wählen, die Gelenke und Herz nicht zu stark beansprucht. Bei der Auswahl der richtigen Sportart kann auch der Arzt helfen. Wer sich lange nicht mehr intensiv bewegt hat, sollte sich vor dem ersten Training unbedingt von einem Mediziner untersuchen lassen. Gerade bei Übergewichtigen ist ein Gesundheitscheck wichtig, bevor eine Sportart ausgewählt wird. Empfehlenswert sind etwa Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren oder Wandern.

Ältere: Gezielt fit halten

Gleiches gilt für ältere Menschen. Um ein optimales Trainingsprogramm zusammenzustellen, müssen sie ihre eigenen Schwachstellen kennen. Dann lässt sich in der Regel auch gezielt etwas dagegen machen. Bei Rücken- und Gelenkschmerzen kann beispielsweise Muskeltraining helfen. Und Senioren, die sich mit Ausdauersport fit halten, leiden weniger unter Atemnot oder Schwindel. Nach einer Untersuchung des Deutschen Sportbunds (DSB) ist bei älteren Menschen in den vergangenen Jahren besonders das Interesse an Golf, aber auch an Triathlon, Akrobatik und Squash deutlich gewachsen.

Tipp: Wer wissen möchte, welche Bewegungsform ihm am ehesten liegt, schaut am besten bei verschiedenen Sportvereinen vorbei – oder macht den Test „Welche Sportart passt zu mir?“