Spielend fit am Strand und auf der Wiese

Strandspiele

Im Urlaub ist häufig erst einmal Faulenzen angesagt. Doch wer lange auf der Liege gedöst hat, tut gut daran, seinen Körper schließlich auch wieder in Schwung zu bringen. Oft fordern auch die Kinder ein wenig Bewegung und Beschäftigung. Gut, wenn man dann ein paar Spiele parat hat, die allen Spaß machen. Hier erhalten Sie Tipps, welche Sport- und Spielsachen gut ins Urlaubsgepäck passen. Ist im Koffer kein Platz mehr oder Sie haben die Utensilien schlichtweg zu Hause vergessen? Macht nichts, wir zeigen Ihnen, wie Sie lustige Spiele improvisieren können, mit Materialien, die sich am Strand und auf der Wiese finden.

Die Klassiker: Wasser- und andere Bälle

Einen Ball im Gepäck zu haben, ist immer eine gute Idee – sei es ein aufblasbarer Wasserball, ein kleiner, leichter Plastikball oder ein richtiger Volley- oder Fußball. Für das Spielen im Wasser eignen sich vor allem Wasserbälle bzw. Styroporbälle, die sich nicht vollsaugen und nicht untergehen. Inzwischen gibt es sogar Bälle, die auf dem Wasser springen. Am Strand oder auf der Wiese spielt es sich besser mit Softbällen, festen Kunststoff- oder Lederbällen. Für einen Lederball sollten Sie auch die Pumpe nicht vergessen.

Beliebte Zweierspiele: Beachball, Federball & Co.

Zwei Schläger und ein Ball sind eine wunderbare Grundlage für den sportlichen Zeitvertreib zu zweit. Auf der Wiese kommt das klassische Federball-Spiel zum Einsatz. An Strand und Meer greift man besser zu flachen Holzschlägern und einem festen Ball, der nicht so leicht vom Winde verweht wird. Lustig sind auch Klettball und -handschuhe und vielfältige andere Varianten von Schlägern und Bällen.

Sportlich zielen: Boccia, Cross-Boccia und Boule

Boccia mit bunten Kugeln lässt sich als Familienspiel auch auf unebenem Untergrund spielen. Jeder bekommt zwei Kugeln einer Farbe und muss so nah wie möglich an die kleine Zielkugel, auch „Schweinchen“ genannt, heranwerfen. Damit es für die Kleinen nicht zu schwer wird, dürfen sie etwas näher herangehen. Für jedes Gelände inklusive Treppen und Innenräume eignet sich Cross-Boccia, bei dem mit gefüllten Stoffsäckchen geworfen wird. Wer professioneller spielen möchte, sollte ein Boule-Set im Gepäck haben. Dann sollte allerdings vor Ort auch ein Boule-Platz mit ebenem und gleichmäßigem Boden vorhanden sein.

Wikingerschach, Bauernkegeln oder Kubb

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich ein Spiel aus Skandinavien, das zum Beispiel unter dem Namen „Wikingerschach“ oder „Bauernkegeln“ bekannt ist. In Skandinavien heißt es Kubb, übersetzt: „Klotz“. Gespielt wird mit zwei Parteien. In der Mitte eines abgesteckten Feldes steht der „König“, an beiden Stirnseiten eine Reihe von Klötzen. Mit Holzstäben müssen zunächst die gegnerischen Klötze und schließlich der König abgeworfen werden. König, Klötze und Holzstäbe können gekauft, aber auch selbst hergestellt werden. 

Geschicklichkeit gefragt: Slackline

Wer Geschicklichkeit und Konzentration üben möchte, kann auf Holzstämmen, Schwemmholz und ähnlichem balancieren. Eine echte Herausforderung sind jedoch Slacklines. Die festen Bänder werden zwischen zwei Bäume gespannt. Es ist gar nicht so einfach, auf den wackligen, leicht durchhängenden Bändern zu stehen bzw. zu gehen. Doch versierte Slackliner können darauf sogar springen und Kunststücke vollführen.

Improvisierte Spiele am Strand und auf der Wiese

Wer keine Bälle, Schläger oder sonstige Spiele dabei hat, muss keineswegs auf Spiel, Spaß und Bewegung verzichten. Schauen Sie sich um: Welche Materialien liegen herum? Welche Dinge haben Sie dabei, die sich zweckentfremden lassen? Seien Sie einfach kreativ. Hier einige Ideen:

Zielwerfen mit Zapfen: Improvisiertes Boccia funktioniert auch mit kleinen Steinen, Tannenzapfen, Stöckchen oder Ähnlichem. Werfen Sie zunächst ein besonders auffälliges Exemplar als Ziel oder bestimmen Sie irgendein festes Ziel. Nun müssen alle von einer Startlinie aus mit ihren Zapfen oder Steinen so nah wie möglich an das Ziel werfen.

Dreieck-Billard mit Steinen: Suchen Sie drei mittelgroße Steine, die sich gut schießen lassen – zum Beispiel mit einem Stock. Legen Sie die Steine in einem Dreieck mit maximal einem Meter Seitenlänge auf den Boden. Nacheinander muss nun jeder Spieler einen Stein zwischen den beiden anderen Steinen hindurch schießen. Der zuletzt geschossene Stein darf allerdings nicht zurückgeschossen werden. Am Ende müssen alle Steine über eine zuvor festgelegte, etwas entfernt liegende Ziellinie gebracht werden.

Zehentransporter: Jeder sammelt fünf Steine oder kleine Stöckchen und legt sie nebeneinander an die Startlinie. Nun müssen alle barfuß je ein Steinchen/Stöckchen mit den Zehen greifen und auf einem Bein hüpfend hinter die Ziellinie bringen. Wer zuerst alle seine Steinchen im Ziel hat, hat gewonnen.

Schätze sammeln: Jeder Spieler muss fünf verschiedene Schätze sammeln, die vorher definiert werden: zum Beispiel eine Herzmuschel, einen weißen Stein, eine Feder, ein Stück Blasentang und ein Birkenblatt. Es darf immer nur ein Stück zur Sammelstelle gebracht werden. Wer zuerst alles zusammengetragen hat, hat gewonnen.

Bötchen-Rennen: Jeder Spieler baut sich ein Boot aus Schwemmholz, einem Stöckchen oder Ähnlichem. Am Boot wird eine Schnur befestigt. Die Spieler ziehen ihre Boote an sich heran, indem sie die Schnur auf ein Stöckchen aufwickeln. Gespielt wird im Wasser, auf Sand oder auf der Wiese. Alle Boote starten an einer festgelegten Startlinie. Derjenige, dessen Bötchen zuerst die festgelegte Ziellinie erreicht, hat gewonnen.

Flaschen-Kegeln: Im Sommer hat man häufig Plastik-Getränkeflaschen dabei. Leer oder mit etwas Wasser bzw. Sand gefüllt eignen sie sich prima als Kegel. Durch mehr oder weniger Füllung lässt sich der Schwierigkeitsgrad einstellen. Von einer Linie aus versuchen die Spieler, die Flaschen mit einem Ball umzuwerfen. Ist kein Ball zur Hand, tut es auch ein Stein, ein Stück Holz oder ein eingerolltes Sockenknäuel.

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