Yoga

Ausgleich für alle Sinne: Yoga

Relaxen, zur Ruhe kommen und gleichzeitig den Körper stärken – so gegensätzlich es klingt, es ist tatsächlich möglich. Yoga bietet eine ideale Kombination aus Aktivität und Entspannung, die bestens dafür geeignet ist, abzuschalten und sich einfach etwas Gutes zu tun.

Entspannung für Körper, Geist und Seele

Warmes Licht, leise Hintergrundmusik, weiche Matten auf dem Boden: Schon die Atmosphäre beim Yoga lässt den Körper zur Ruhe kommen. Das hat seinen Grund: Bei den traditionellen indischen Übungen steht im Vordergrund, sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Bewegungen und Körperhaltungen werden frei von Leistungsdruck ausgeführt. Ziel ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, loszulassen und zu entspannen.

Stück für Stück mehr erreichen

Bei den Yoga-Übungen geht jeder nur so weit, wie er es selbst als angenehm empfindet. Zum Beispiel bei der „Kobra“: Dabei liegt man auf dem Bauch und bewegt aus der Liegeposition heraus langsam Oberkörper und Kopf in die Höhe. Beine und Füße halten währenddessen festen Bodenkontakt. Je biegsamer und geübter jemand ist, desto weiter lassen sich Brust und Bauch nach oben und der Kopf in Richtung Nacken bewegen. Die „Kobra“ löst häufig ein befreiendes Gefühl aus und stärkt zudem die Rückenmuskeln.

Wohlbefinden ohne Leistungsdruck

Unabhängig von Alter, Erfahrung oder Fitness – Yoga ist grundsätzlich für jeden geeignet. Denn es geht nicht darum, mit anderen in Wettbewerb zu treten. Ursprünglich war Yoga sogar eine rein spirituelle Lehre: Sie sollte Meditierenden dabei helfen, mit der richtigen Atemtechnik (Pranayama) und unterstützenden Körperübungen (Asanas) zur Erleuchtung zu finden. Als sich herausstellte, wie positiv sich die Übungen generell auf das Wohlbefinden auswirkten, wurden sie weiterentwickelt – das körperbetonte Hatha-Yoga entstand. Dieses wird heute in Westeuropa und den USA am häufigsten praktiziert.

Für die Gesundheit, gegen den Stress

Der gesundheitliche Effekt eines solchen Trainings ist äußerst vielfältig. Die Asanas dehnen Sehnen und Muskeln, lockern die Gelenke, beugen Verspannungen vor und stärken Herz und Kreislauf. Spezielle Übungen fördern außerdem eine tiefere und gesündere Atmung. Innere Angespanntheit und Stress nehmen nachweislich ab: Forscher in Philadelphia haben bewiesen, dass schon nach der ersten Yogastunde das Stresshormon Cortisol im Blutspiegel stark zurückgeht. Kein Wunder, denn ebenso wichtig wie die Anspannung sind das anschließende Loslassen und die Selbstbeobachtung: Wie hat sich die Übung angefühlt, wo hat es gezwackt?

Unterstützung durch ausgewogene Ernährung

Wer seinen Körper bewusst beobachtet, merkt oft auch, wie sich die Ernährung auf Fitness und Wohlbefinden auswirkt. Reichhaltiges Essen vor dem Yogakurs schränkt die Beweglichkeit ein und nimmt dem Körper wichtige Energie, denn diese fließt verstärkt in die Verdauungstätigkeit. Im Idealfall essen Yogaschüler deshalb vor dem Kurs gar nichts oder nur ein wenig Obst. Hinterher ist dann Zeit für eine leichte, ausgewogene Mahlzeit. Etwa Reis oder Nudeln mit Gemüse und zum Nachtisch Joghurt mit frischen Früchten oder Nüssen. Das sorgt für einen runden Abschluss der Auszeit. Das Ergebnis: Erholung in jeder Hinsicht.

Yoga für jedermann

Die ersten Schritte im Yoga sollten Sie immer gemeinsam mit einem Lehrer tun, denn er kann falsche Haltungen direkt korrigieren. Hatha-Yoga ist die richtige Wahl, wenn es Ihnen vor allem um Körperübungen und weniger um spirituelle Aspekte geht. Power-Yoga oder ähnliche Fitness-Varianten kombinieren sportliche und entspannende Phasen.