Die richtige Ausrüstung

Mit Spikes auf den Golfplatz oder in Sandalen über die Alpen? Mit Jeans und dickem Sweatshirt zum Joggen? Das würde wohl kaum jemandem einfallen. Passende Schuhe und die passende Kleidung sorgen für Bewegungsfreiheit und optimale Unterstützung des Körpers. Kleidung und Schuhe sollten auf den Bewegungsanlass und die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Schließlich müssen Füße, Knie und Gelenke bei jedem Bodenkontakt das gesamte Körpergewicht des Menschen abfedern. Die Bekleidung sollte den Schweiß nach außen transportieren, damit man beim Training nicht auskühlt.

Die richtigen Schuhe

Füße machen einiges mit: Ein 70 Kilogramm schwerer Läufer hat nach einem Marathon 840 Tonnen getragen. Das entspricht in etwa dem Gewicht von 120 ausgewachsenen Elefanten. Keine Frage, dass Sportler angesichts solcher Belastungen Schuhe mit einer guten Passform, einer hochwertigen Dämpfung und einem individuell gestalteten Fußbett benötigen. Denn: Ein guter Sportschuh schützt vor Verletzungen oder Überlastung und beugt Haltungsfehlern vor. Auch Freizeitsportler sollten beim Kauf von Sportschuhen unbedingt auf Passform, Dämpfung, Stabilität und Materialbeschaffenheit achten.

Zeigt her Eure Füße

Ein richtig guter Zeitpunkt für den Sportschuhkauf ist der Vormittag. Der Fuß ist noch nicht so angeschwollen und man beugt Fehlkäufen vor. Ideal ist es, zum Verkaufsgespräch einen alten Laufschuh/Strassenschuh mitzubringen. Anhand der Sohlenabnutzung kann der Verkäufer den Fußtyp erkennen. So finden auch Sportler mit Knick- Senk- oder Hohlfüßen einen Schuh, der die Schwachstellen des Fußes optimal unterstützt. Bei der Anprobe sollten Sie ruhig den Sitz verschiedener Schuhpaare vergleichen und darauf achten, linken und rechten Schuh auch einmal gemeinsam anzuziehen. Achtung: Bei so genannten Sneakers handelt es sich meist um modische Freizeitschuhe, die über keine spezielle Dämpfung verfügen. Sie sind für häufiges Laufen und längere Strecken nicht geeignet.

Viele renommierte Sportgeschäfte bieten beim Sportschuhkauf eine Laufbandanalyse an. Diese ist sehr sinnvoll und hilft, den passenden Schuh zu finden.

Durchstarten an allen Orten

Halle oder Frischluft, Asphalt oder Waldweg? Eines der wichtigsten Kriterien beim Sportschuhkauf ist der Ort, an dem die Fußkleidung zum Einsatz kommt. In geschlossenen Räumen empfiehlt es sich, auf Schuhmodelle mit weißen Sohlen zurückzugreifen. Laufschuhe für´s Gelände haben oft Carbongummisohlen, die unschöne schwarze Streifen auf dem Hallenboden hinterlassen. Schuhe für das Outdoor-Training sollten unbedingt stabiler sein als Hallenturnschuhe und eine möglichst rutschfeste Sohle besitzen. Es gilt generell: Je unebener der Untergrund, desto ausgeprägter das Sohlenprofil.

Ballast abwerfen

Entspannung oder doch lieber Schnelligkeit? Bei der Wahl des richtigen Laufschuhes ist auch das Trainingsziel entscheidend. Für Sprinter gibt es so genannte „Lightweight-Trainer“, die leichtesten, sozusagen die Fliegengewichte unter den Joggingschuhen. Durch das geringe Gewicht am Fuß sparen „Lightweights“ Energie. Ihre Träger reduzieren den Gesamtenergieverbrauch um bis zu ein Prozent und haben so einen Wettbewerbsvorteil. 

Fazit: Wer regelmäßig verschiedene Sportarten ausübt, sollte auch beim Schuhkauf auf Vielfalt setzen und nicht nur einen Schuh für mehrere Sportarten nutzen.

Die passende Kleidung

Nicht nur die Schuhe tragen zum Wohlbefinden beim Sport bei. Ebenso wichtig sind Socken, Shirts, Hosen und sogar die Unterwäsche.  Beim Kauf von Sportbekleidung sollte vor allem auf die Funktionalität und Atmungsaktivität geachtet werden.

Bequemes für Läufer-Füße

Gute Laufsocken sind im Fersen- und Vorfußbereich verstärkt. Damit sie nicht scheuern, sollten sie an den Zehen keine Nähte haben. Im oberen Spann sind gute Laufsocken ebenfalls dicker, um den Druck der Schnürung zu reduzieren.

Funktionswäsche: Auch Unterwäsche muss atmen

Ein Baumwollunterhemd ist zum Laufen nicht ideal, denn es saugt den Schweiß auf und klebt dann auf der Haut. Verdunstet der Schweiß, wird der Körper unterkühlt. Besser eignet sich ein atmungsaktives Funktions-T-Shirt. Dieses leitet den Schweiß nach außen und trocknet schnell wieder. Auch Unterhosen gibt es aus Funktionsfasern. Achten Sie darauf, dass ihre Nähte gut verarbeitet sind und sie beim Laufen nicht scheuern und reiben.

Laufhosen: Das Beste für Ihre Beine

Der Siegeszug der Lauftights hält an. Diese speziellen, sehr eng anliegenden, aber elastischen Hosen sind zum Laufen optimal. Es gibt sie in einer dünnen und einer dickeren Version. Bei heißem Wetter dagegen ist eine luftige Laufhose die bessere Wahl.

Laufshirts: Freiheit für den Oberkörper

Tragen Sie am besten ein atmungsaktives Funktions-Laufshirt. Es sollte eng anliegen, dabei aber die Bewegungsfreiheit nicht einengen. Ideal ist ein dünnes Shirt für den Sommer und ein dickeres für den Winter.

Universaljacken: Prima Klima bei jedem Wetter

Die Investition in eine gute, funktionelle Laufjacke lohnt sich. Sie sollte atmungsaktiv sein. Achten Sie darauf, dass die Jacke Regen-, Wind- und Kälteschutz bietet. Laufjacken müssen den Schweiß von innen nach außen transportieren – durch verdeckte Atmungsschlitze oder durch eine atmungsaktive Membran.